Kundenservice Veranstaltungen: 02234-9894940
Kundenservice Bücher: 089-21837921
Aboservice Zeitschriften: 089-21837110

Systematisches Innovationsmanagement – eine Unternehmenstransformation

Die Einführung oder kontinuierliche Weiterentwicklung eines Innovationsmanagements kann mittel- oder langfristig eine Unternehmenstransformation zur Folge haben. Innovationen spielen für die zukunftsfähige Existenzsicherung eines Unternehmens heute eine immer bedeutendere Rolle. Ein systematisches Innovationsmanagement ist die Voraussetzung, um Ideen erfolgreich in Innovationen und damit in Wettbewerbsvorteile umzusetzen. Beim Innovationsmanagement sollten dabei nicht nur die Forschung und Entwicklung involviert sein, sondern alle Unternehmensbereiche. Dies bezieht sowohl das Marketing und den Vertrieb, als auch das Personalmanagement und andere Bereiche mit ein. Das Innovationsmanagement schafft dabei die notwendigen Rahmenbedingungen, um aus kreativen Ideen, Wissen und neuartigen Technologien Innovationen entstehen zu lassen.

Zu diesem Zweck bedarf es einer Innovationsstrategie, welche sich an der Unternehmensstrategie orientiert. Dies bedeutet, dass auch möglichst alle Bereiche eines Unternehmens einzubeziehen sind. Somit ist das Unternehmen gezwungen, sich den Anforderungen entsprechend zu verändern bzw. zu transformieren. Dabei ist die Innovationsstrategie wegweisend für die notwendigen Veränderungen von Prozessen und Organisationsstrukturen über die komplette Wertschöpfungskette hinweg.

Da die aus der Einführung oder Weiterentwicklung eines Innovationsmanagements erforderliche Unternehmenstransformation sich auf das gesamte Unternehmen auswirkt, sind auch alle Mitarbeiter des Unternehmens –direkt oder indirekt - betroffen. Das Innovationsmanagement legt die Prozesse und Organisationsstrukturen als Rahmenbedingungen fest, die für die Erfüllung der Innovationsziele und somit auch der Unternehmensziele notwendig sind. Diese Prozesse und Strukturen definieren das Zusammenwirken zwischen Mitarbeitern, Technologien und Unternehmensbereichen. Demnach entstehen Innovationen nicht rein zufällig, sondern sind das Ergebnis eines strukturierten und systematischen Innovationsmanagements und seiner Prozesse.

Neue Innovationstätigkeiten können nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn dafür innerhalb des Unternehmens eine breite Akzeptanz besteht. Diesbezüglich bedarf es einer entsprechenden Unternehmenskultur und -organisation, welche den Mitarbeitern über alle Unternehmensbereiche hinweg Freiräume bietet, um auch unkonventionelle Ideen entwickeln und vorantreiben zu können. Auch muss die Bereitschaft vorhanden sein, sich Neuem zu öffnen. Eine Kultur, in der das Credo vorherrscht – das haben wir schon immer so gemacht – wird nur sehr schwer Innovationen umsetzen können.

Innovationen entstehen heute kaum mehr nur durch Einzelleistungen, sondern zunehmend in Teamarbeit. Durch die voranschreitende Digitalisierung im Zusammenhang mit der Globalisierung ist es entscheidend, Mitarbeiter mit unterschiedlichen Fachkompetenzen und persönlichen Fähigkeiten zusammenzubringen und weiterzuentwickeln. Dies setzt voraus, dass die erforderlichen Fähigkeiten und Ressourcen bekannt sind.

Vom Innovationsmanagement ist auch die System- und Toollandschaft im Unternehmen betroffen. Hier stellt sich die Frage, mit welchen Methoden und Tools die Entstehung von Innovationen systematisch unterstützt werden kann.

Und nicht zuletzt muss sich ein Unternehmen auch der gesellschaftlichen Verantwortung stellen, wenn es Innovationen in den Markt einführt. Nicht alles, was technologisch möglich ist, wird von der Bevölkerung oder der Politik akzeptiert. Dies zeigen die Diskussionen zur Atomenergie, zu Verbrennungsmotoren oder zur Gentechnologie.

Demzufolge sind durch ein systematisches Innovationsmanagement nicht nur alle Bereiche im Unternehmen betroffen. Das Innovationsmanagement hat auch Einfluss auf vielzählige unternehmensübergreifende Prozesse und Abläufe, die aufgrund der Innovationstätigkeit überarbeitet und angepasst werden müssen. Und genau das zeichnet eine Unternehmenstransformation aus.

3Yvq24Er2vGmkP

Abbildung Enterprise Transformation Cycle am Beispiel systematisches Innovationsmanagement

Autoren:

9783319785233Prof. Dr. Martin Kaschny ist seit 2002 Inhaber der Professur für Allgemeine Betriebs-wirtschaftslehre, insbesondere Mittelstandsmanagement und Unternehmertum an der Hochschule Koblenz. Von 1999 bis 2002 war er Unternehmensberater bei der Hand¬werkskammer Düsseldorf. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Innovations- und Ideenmanagement.

Matthias Nolden, Unternehmensberater, Dozent und Buchautor auf dem Gebiet des Innovationsmanagements, hat viele Jahre in einem international führenden Technologieunternehmen an der Entstehung bis zur Vermarktung neuer Produkte und Dienstleistungen operativ mitgearbeitet. Seine Beratungsschwerpunkte liegen u.a. in den Bereichen Digitalisierung, Innovationsmanagement und Business Development.

www.innovations-bilanz.de

Passende Artikel
Zeitschrift HR Performance
149,00 €

Preis für Jahresabonnement Inland