Startseite » Fachbeiträge » Wie Unternehmen dem zunehmenden Fachkräftemangel begegnen können

Wie Unternehmen dem zunehmenden Fachkräftemangel begegnen können

Getreu dem Motto „Tu Gutes und rede darüber“ ist es entscheidend, dass Unternehmen dort, wo sich ihre Zielgruppe befindet, mit für die Zielgruppe relevantem Content präsent sind. Neben den beruflichen Netzwerken wie Xing und LinkedIn können dies z.B. auch Instagram und Tiktok sein.

3 Min. Lesezeit
HANSALOG
©HANSALOG

Advertorial

Nach der jüngsten Konjunkturumfrage des ifo-Instituts leiden 43,1 Prozent der befragten Unternehmen unter Engpässen an qualifizierten Arbeitskräften (Stand: Juli 2023). Obwohl gleich mehrere Wirtschaftsforschungsinstitute für 2023 inzwischen eine rückläufige Wirtschaftsleistung erwarten, suchen die Unternehmen jedoch weiterhin händeringend nach geeigneten Fachkräften.

Der demographische Wandel und die Nachwirkungen der Corona-Pandemie führen dazu, dass in vielen Bereichen die Mitarbeiter fehlen. Besonders betroffen ist der Dienstleistungssektor. Im Gastgewerbe und in der Touristikbranche haben z. B. in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche Beschäftigte ihren Arbeitsplatz gekündigt und sind in andere Branchen gewechselt. Restaurants, die auf einmal zwei Ruhetage pro Woche haben, sind inzwischen keine Seltenheit mehr. Jedoch auch die anderen Wirtschaftsbereiche sind in Deutschland von dem Fachkräftemangel betroffen.

Dieser Beitrag beschäftigt sich damit, wie Unternehmen in Deutschland dem zunehmenden Fachkräftemangel begegnen können.

In 4 Schritten dem Fachkräftemangel begegnen

Die verschiedenen Maßnahmen, mit denen Unternehmen dem Fachkräftemangel begegnen können, lassen sich in vier Schritte unterteilen.

Als Arbeitgeber attraktiv sein

In einer Zeit, in der sich der Arbeitsmarkt vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt wandelt, wird es immer wichtiger als Arbeitgeber attraktiv zu sein. Jede Generation hat jedoch ihre eigenen Dinge, die sie bevorzugt.

Die derzeitigen Generationen von Arbeitnehmern auf dem Arbeitsmarkt

Aktuell sind auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland vor allem die Baby Boomer (1946 – 1964), die Generation X (1965 – 1979), die Generation Y (1980 – 1995) und die Generation Z (ab 1996) vertreten. Sie haben unterschiedliche Bedürfnisse.

Während für die Baby Boomer die Arbeit an erster Stelle kommt, arbeitet die Generation X, um zu leben. Beschäftigte dieser Generation wollen sich durch berufliche Erfolge eine hohe Lebensqualität sichern. Allerdings ist ihnen gleichzeitig auch eine ausgeglichene Work-Life-Balance wichtig.

Die Generation Y sucht nach einer abwechslungsreichen und sinnstiftenden Arbeit. Ihr sind vor allem Freiraum und die Möglichkeit, sich die Arbeit weitestgehend selbst einteilen zu können, wichtig. Der Spaß an der Arbeit steht im Vordergrund. Die Karriere spielt dabei eine vergleichsweise untergeordnete Rolle.

Für die Generation Z hat eine ausgeglichene Work-Life-Balance oberste Priorität. Sie legt Wert auf eine Trennung von Arbeits- und Privatleben. Die Mitglieder dieser Generation definieren sich nicht über ihren Beruf. Freizeit und soziale Kontakte sind ihr wichtiger.

Attraktivitätssteigernde Maßnahmen angesichts des Generationenwechsels

In den nächsten Jahren werden immer mehr Beschäftigte aus der Baby-Boomer-Generation in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig werden zunehmend Personen aus den Generationen Y und Z den Arbeitsmarkt bevölkern. Vor diesem Hintergrund sollten Unternehmen ihre Angebote für alle Altersgruppen und damit auch auf die jüngeren Generationen ausrichten. Homeoffice, Sabbaticals, flexible Arbeitszeiten sowie eine 4-Tage-Woche – falls gewünscht – sind nur einige Beispiele, wie Unternehmen bereits reagieren.

Auf den richtigen Kanälen sichtbar sein

Getreu dem Motto „Tu Gutes und rede darüber“ ist es entscheidend, dass Unternehmen dort, wo sich ihre Zielgruppe befindet, mit für die Zielgruppe relevantem Content präsent sind.

Neben den beruflichen Netzwerken wie Xing und LinkedIn können dies z. B. auch Instagram und Tiktok sein. Beschäftigte, die beispielsweise auf dem Instagram Channel der Firma positiv über ihre Arbeit berichten, können wichtige Testimonials sein und dazu beitragen, dass das Unternehmen mehr Bewerbungen erhält.

Noch mehr positiven Einfluss haben sogenannte Corporate Influencer, die etwa auf ihrem privaten LinkedIn-Account über das Unternehmen und ihre Arbeit berichten. So kann beispielsweise ein Angestellter bei einer Versicherung Tipps und Tricks zu den einzelnen Versicherungen etc. geben.

Veränderung der Mitarbeiterauswahl

Anstatt wie bisher nur auf die lokalen Bewerber mit entsprechenden Vorkenntnissen zu setzen, kann die Anzahl der Bewerber erhöht werden, indem geeignete Quereinsteiger weitergebildet werden, -Arbeitsplätze per Remote und damit ortsunabhängig angeboten werden sowie Arbeitnehmer über die Grenze der Altersrente hinaus beschäftigt werden.

Arbeitsvorgänge automatisieren oder beschleunigen

Aufgrund der abnehmenden Anzahl an Fachkräften wird es aber zudem auch immer wichtiger, die Arbeitsvorgänge zu beschleunigen und Routineaufgaben zu automatisieren.

Mit einer guten Recruiting-Software lässt sich der gesamte Auswahl- und Einstellungsprozess beschleunigen. In der Entgeltabrechnung können in einem Vorgang die Schritte bei den monatlichen Abschlussarbeiten programmseitig abgearbeitet werden, falls Ihre Entgeltabrechnungssoftware dies unterstützt. In beiden Fällen haben die Mitarbeiter mehr Zeit, sich auf andere wichtige Aufgaben zu konzentrieren.

Fazit

Aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels sind die Unternehmen gezwungen, zu reagieren. Getreu dem Motto „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, kann der Fachkräftemangel ansonsten zu Umsatzverlust und im schlimmsten Fall zur Insolvenz führen.

Andere interessante Fachbeiträge

Digitale Personaleinsatzplanung mit interaktiven Mitarbeiterprofilen, Dashboards und Analytics für modernes HR-Management

Personaleinsatzplanung optimieren: Weniger Aufwand durch integriertes Workforce Management

Fachkräftemangel und steigende Anforderungen machen Personaleinsatzplanung komplexer. Integrierte Workforce-Management-Plattformen schaffen Transparenz, reduzieren Aufwand und ermö...

Mann arbeitet im Homeoffice und hat eine Videokonferenz

Das bürolose Unternehmen Teil 2

Immer mehr Unternehmen prüfen, ob sie dauerhaft auf mobiles Arbeiten umstellen können. Welche rechtlichen Fragen und Herausforderungen aus kollektivarbeitsrechtlicher Sicht das mit...

Frauen und Männer, die im Sonnenlicht zu sehen sind neben einer Waage

LAG Köln begrenzt Aus­kunfts­an­spruch bei Ent­gelt­trans­pa­renz

Das LAG Köln äußert sich zur EU-Entgelttransparenzrichtlinie: Ein Anspruch auf Auskunft über individuelle Gehälter besteht nicht.