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Skywalk erschließt neue Perspektiven

Wo könnten Sie sich in Ihrer Arbeit einen Skywalk vorstellen? Was könnte er bewirken? Wer vom Skywalk am Königsstuhl auf den früheren Aussichtspfad darunter blickt, fragt sich, warum die neue Plattform erst jetzt kommt. Ob mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen – alle haben jetzt den gleichen eindrucksvollen Ausblick.

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Bilderrahmen_auf_Skywalk
Foto: ©AdobeStock/Yurii Zymovin

Die Meldung ging vor einigen Wochen durch die Nachrichten. Wer nach Rügen fährt, kann den größten Kreidefelsen Deutschlands jetzt am Königsstuhl neu erleben. Auf dem neuen Skywalk bietet sich eine spektakuläre Aussicht. 118 Meter schwebt der Skywalk über der Ostsee und gibt einen neuen Blick auf die weißen Felsenwände und auf das Meer frei. Als Schulkind habe ich noch geglaubt, dass von dort die Kreide für die Schule stammt. Da echte Kreide aber relativ teuer ist, wird Tafelkreide heute meistens aus Gips hergestellt.

Aufbruchstimmung schaffen

Wo könnten Sie sich in Ihrer Arbeit einen Skywalk vorstellen? Was könnte er bewirken? Wer vom Skywalk am Königsstuhl auf den früheren Aussichtspfad darunter blickt, fragt sich, warum die neue Plattform erst jetzt kommt. Ob mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen – alle haben jetzt den gleichen eindrucksvollen Ausblick. Viele Barrieren lassen sich überwinden und mit neuen Lösungen meistern. Natürlich hätte man die Stufen auf den Felsen und die seitliche Absicherung optimieren können. Das hätte den Blick auf die Felsen sicherer gemacht, aber nicht Tausenden von Menschen täglich den Zugang erlaubt.

Es lohnt sich, neue Wege zu gehen und den Horizont zu erweitern, statt aus den bewährten Mitarbeitern noch mehr Leistung zu erzwingen. Der Fachkräftemangel ist keine Erfindung der Neuzeit. Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg gewährte mit seinem Edikt von Potsdam vom 29.10.1685 den verfolgten protestantischen Glaubensgenossen freie und sichere Niederlassung in Brandenburg an. Den Flüchtlingen wurden großzügige Privilegien gewährt, unter anderen Befreiung von Steuern und Zöllen, Subventionen für Wirtschaftsunternehmen und Bezahlung der Pfarrer durch das Fürstentum.

Hunderttausende Hugenotten wiedersetzten sich damals der Rekatholisierung und verließen Frankreich. Und mit ihnen erlebte die Wirtschaft in den Ländern Schweiz, Holland und Deutschland eine große Aufbruchstimmung. Den Neuankömmlingen wurden Geld und Pässe bereitgestellt. Man bot ihnen verfallene, wüste und ruinierte Häuser zum Wiederaufbau an. Holz, Kalk und Materialien wurden den Menschen zur Verfügung gestellt. Die Flüchtlinge erhielten die gleichen Rechte wie alle anderen Bürger der Städte. Mit den Neulingen kamen viele neue Erkenntnisse und Erfahrungen in das Land.

Wer die Schlösser und Bauwerke in Potsdam besichtigt, bekommt einen Eindruck von dieser Aufbruchstimmung. König Friedrich Wilhelm I  ließ im 18 .Jahrhundert innerhalb von zehn Jahren im heutigen Potsdam einen großen Stadtteil im holländischen Backsteinbaustil errichten. Damit gelang es ihm, niederländische Handwerker – Maurer, Zimmerleute und Wasserbauspezialisten sowie Kunsthandwerker und Künstler – in die Stadt zu holen. Heute steht dieses „Holländische Viertel“ in Potsdam unter dem Schutz der UNESCO. Zwei Beispiele aus der Geschichte, die zeigen, dass sich Neuaufbrüche organisieren lassen. Auf dem Skywalk der Geschichte können wir vieles lernen.

Der Geist von Pfingsten

Eigentlich weht er immer, der Geist von Pfingsten, sagen die Theologen. Das Pfingsterlebnis steht für den Aufbruch des Christentums. Da der auch nicht ewig anhält, braucht es immer wieder einen neuen Aufbruch. Das gilt für uns alle und hier im Besonderen für die HR-Abteilung. Ein kleines Team kann die große Veränderung schaffen. Dazu braucht es den Willen und den Glauben an die gute Sache. Lassen Sie sich inspirieren von der HR Performance und schaffen Sie Ihren HR-Skywalk.

Franz Langecker

Franz Langecker

Chefredakteur HR Performance

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