Startseite » Fachbeiträge » Generation Jobangebot

Generation Jobangebot

Selbst Studierende, die noch drei Semester oder mehr bis zum Abschluss an der Hochschule lernen müssen, erhalten bereits Jobangebote während eines Praktikums. 33,1 Prozent von ihnen geben an, eine solche Offerte schon in dieser Phase vorgelegt bekommen zu haben.

1 Min. Lesezeit
Student hat Jobangebot erhalten
Foto: ©AdobeStock/pressmaster

Immer mehr Arbeitgeber bieten Studierenden schon während des Praktikums ein Jobangebot zur Festanstellung an.

Mehr als jede*r dritte Studierende freut sich schon während des Praktikums oder einer Werksstudierendentätigkeit über einen unterschriftsreifen Arbeitsvertrag. Das ist eines der Ergebnisse des aktuellen Trendence HR-Monitors, für den das Marktforschungsunternehmen Trendence bundesweit 1.839 Studierende befragte. Demnach geben 34,9 Prozent der Befragten an, bereits in dieser Berufsorientierungsphase ein Jobangebot für die Zeit nach ihrem Abschluss erhalten zu haben.

37,0 Prozent wurde indes die Möglichkeit in Aussicht gestellt, ihre Bachelor- oder Masterarbeit im Unternehmen zu schreiben. 29,1 Prozent berichten davon, dass der Praktikumsarbeitgeber ihnen eine Weiterbeschäftigung während des Studiums in Aussicht gestellt habe. Besonders begehrt auf Unternehmensseite sind Absolvent*innen von IT-Studiengängen, von denen 41,3 Prozent ein Jobangebot zur Festanstellung nach dem Uniabschluss angeboten bekommen sowie angehende Ingenieur*innen, bei denen die entsprechende Quote gar bei 44,0 Prozent liegt.

Praktikant*innen erhalten Jobangebote schon weit vor Studienabschluss

Selbst Studierende, die noch drei Semester oder mehr bis zum Abschluss an der Hochschule lernen müssen, erhalten bereits Jobangebote während eines Praktikums. 33,1 Prozent von ihnen geben an, eine solche Offerte schon in dieser Phase vorgelegt bekommen zu haben.

„Die heutige Generation Praktikum wird deutlich stärker umworben als vorherige. Durch den viel diskutierten Fachkräftemangel sind Arbeitgeber gut beraten, qualifizierte Talente schon früh in ihrer beruflichen Entwicklung anzusprechen und von sich zu überzeugen. Das Praktikum ist eine große Chance für Unternehmen, junge Menschen dann zu binden, wenn sie den Arbeitgeber von innen kennenlernen. Unsere Zahlen zeigen, dass viele dies in ihre Recruiting-Strategie aufnehmen“, so Trendence-Geschäftsführer Robindro Ullah zu den Ergebnissen der Befragung.

Gehaltserwartung liegt bei mehr als 1.400 Euro monatlich

Auch umgekehrt stellt das Praktikum für mehr als die Hälfte der Studierenden (56,4 %) ein wesentliches Instrument dar, um einen zukünftigen Arbeitgeber auszusuchen. Allerdings sind sie sich ihres Werts auch bewusst und erwarten im Schnitt 1.415 Euro als monatliche Vergütung.

Werksstudierende gehen von 22 Euro Stundenlohn aus. Hintergrund: 63,0 Prozent der Hochschulabsolventen schätzen ihre aktuellen Jobperspektiven auf dem Arbeitsmarkt als gut ein. Gerade einmal 3,0 Prozent gehen von schlechten Chancen diesbezüglich aus.

Quelle: Trendence HR-Monitor und www.hr-praesenz.de

(erschienen im Special „Talentmanagement| Recruiting (HR Performance 1/2024))

Andere interessante Fachbeiträge

Frau arbeitet für ein büroloses Unternehmen im Homeoffice

Das bürolose Unternehmen Teil 1

Immer mehr Unternehmen denken über die komplette Auflösung ihrer Büros nach – doch eine einseitige Anordnung von dauerhaftem Homeoffice scheitert am Weisungsrecht und am Grundrecht...

Mitarbeiterin streckt sich im Büro und hat gute Laune

„Empathie, Vertrauen und professionelle Begleitung lassen sich nicht automatisieren.“

Wellbeing ist kein Nice-to-have mehr, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor: 89 Prozent der Unternehmen sehen es als zentral für ihren Unternehmenserfolg, 91 Prozent berichten v...

Tacho im Auto zeigt auf 160

„KI scheitert in Deutschland nicht an Menschen, sondern an der Performance“

Deutsche Beschäftigte sind KI am Arbeitsplatz gegenüber aufgeschlossener als ihre Kollegen in den USA, Großbritannien oder Frankreich – dennoch scheitern 29 Prozent der KI-Pilotpro...