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Teamreflexivität als wichtiger Baustein für gesundes Arbeiten : Die Berücksichtigung der Teamebene ist für ein nachhaltiges Betriebliches Gesundheitsmanagement unerlässlich.

Die übergreifende Organisation und Steuerung des BGM auf zentraler Ebene ist ein wesentlicher Schritt zur Verankerung gesundheitsbezogener Themen im Unternehmen. So lassen sich Interventionen zur Reduktion psychischer Belastung am Arbeitsplatz oder unternehmensweite Angebote zur Förderung der körperlichen Gesundheit, effektiv auf den Weg bringen.

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Team
Foto: ©AdobeStock/Love the wind

Mit den übergeordneten Zielen des Erhalts und der Förderung von Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Erfolg aller Beschäftigten (gesund.bund.de) wird deutlich, dass Betriebliches Gesundheitsmanagement (kurz: BGM) eine essenzielle, strategische Stellung im Bereich der Fachkräftesicherung, Mitarbeitendenbindung sowie Zukunftssicherung von Unternehmen spielt. Häufig stellt die Teamebene hierbei ein bislang ungenutztes Potenzial zur Verankerung des Themas Gesundheit in regulären Arbeitsstrukturen dar.

Dabei weisen aktuelle Studien darauf hin, dass neben dem klassischen Arbeits- und Gesundheitsschutz zunehmend das Thema der psychischen Gesundheit eine zentrale Rolle spielt. So unterstreicht der Psychreport 2023 der DAK die Relevanz psychischer Gesundheit: Hier erreichte der Arbeitsausfall in Folge psychischer Erkrankungen für das Jahr 2022 einen neuen Höchststand (48 % mehr Fehltage gegenüber dem Fehlzeitenniveau von vor zehn Jahren). Mit 301 Fehltagen je 100 Versicherten lagen psychische Erkrankungen auf Platz 3 der Gründe für Fehlzeiten. Gleichzeitig weist der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP, 2023) in einer aktuellen Pressemitteilung auf ein substanzielles Defizit in der Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen der psychischen Belastung hin.

Obwohl die Novellierung des Arbeitsschutzgesetzes mit der Verpflichtung zur Beurteilung psychischer Gefährdungen am Arbeitsplatz bereits zehn Jahre zurückliegt, kritisiert der BDP, dass schätzungsweise lediglich 20 Prozent der Arbeitergeber entsprechende Gefährdungsbeurteilungen durchführen. Während die Gründe für beide Trends sicherlich vielfältig sind, zeigt sich hier ein enormes Potenzial für die Sensibilisierung und Stärkung gesundheitsbezogener Themen in Unternehmen.

Zentral-organisiertes BGM als Kern und Herausforderung

Die übergreifende Organisation und Steuerung des BGM auf zentraler Ebene ist ein wesentlicher Schritt zur Verankerung gesundheitsbezogener Themen im Unternehmen. So lassen sich Interventionen zur Reduktion psychischer Belastung am Arbeitsplatz oder unternehmensweite Angebote zur Förderung der körperlichen Gesundheit, effektiv auf den Weg bringen, um Mitarbeitende vor potenziellen Gesundheitsgefährdungen zu schützen (Prävention) und das Gesundheitsverhalten innerhalb der Unternehmen zu fördern (Gesundheitsförderung).

Gerade in großen Konzernen werden daher speziell mit dem BGM betraute Abteilungen eingerichtet und mit entsprechenden Ressourcen versorgt. Während ein zentralisiertes Vorgehen große Signalwirkung entfaltet und viele Vorteile hat (z.B. hohe Sichtbarkeit, Integration mit der Unternehmensstrategie, Sicherstellung eines gleichberechtigten Zugangs), gibt es auch einige typische Herausforderungen in der Umsetzung:

1. Zentral gesteuerte BGM-Projekte können in Unternehmen schnell als „Mammutaufgabe“ wahrgenommen werden, gerade wenn es keine separaten Abteilungen für das BGM gibt,  sodass entsprechende Bemühungen zu einer erheblichen Mehrbelastung für die Beteiligten führen.

2. Eine weitere Herausforderung kann in der Übernahme von Verantwortung für einzelne Maßnahmen liegen. Gerade bei zentral gesteuerten Maßnahmen kann es schnell zu Verantwortungsdiffusion in Bezug auf die Umsetzung und Sicherung der Nachhaltigkeit kommen, welches den Erfolg gesundheitsbezogener Angebote maßgeblich beeinträchtigen kann.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag aus dem Special „Compensation & Benefits“ (HR Performance 3/2023).

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