Startseite » Fachbeiträge » Digitalisierung der Arbeitswelt – Fluch und Segen zugleich

Digitalisierung der Arbeitswelt – Fluch und Segen zugleich

Neben der allgemeinen Entwicklung der Überstunden lohnt sich auch ein Blick auf die Zahl der Überstunden in unterschiedlichen Unternehmensgrößen. Gerade in Kleinstunternehmen bis zehn Mitarbeitern wird eine Vielzahl von Überstunden geleistet, die mit steigender Unternehmensgröße eher abnimmt.

2 Min. Lesezeit
Foto: ©AdobeStock/lassedesignen

Bereits zum dritten Mal nach 2013 und 2018 hat die AKAD University eine Erhebung zur Digitalisierung in der Arbeitswelt durchgeführt. Zur E-Mail als klassischem Kommunikationstool kommen in den letzten Jahren Herausforderungen durch Homeoffice und verteiltes Arbeiten hinzu. Trotz Corona und Kurzarbeit leisten Berufstätige im Durchschnitt 6,5 Überstunden pro Woche.

Die Ergebnisse der Studie zur „Auswirkungen etablierter Kommunikationsmittel- und Wege auf die Effizienz modernen Arbeitens basieren auf einer Erhebung, die im April und Mai 2022 online durchgeführt wurde. An der Studie haben sich insgesamt 850 Personen beteiligt.

Laut der Studie haben die Teilnehmer im Schnitt eine vertragliche Arbeitszeit von 37,9 Stunden in der Woche, wobei allerdings mehr als die Hälfte (57,7 %) eine vertragliche Arbeitszeit von 40 oder mehr Wochenstunden hat. Neben der vertraglichen vereinbarten Wochenarbeitszeit stellte sich auch die Frage, wie sich diese verteilt und wie viele Stunden die Teilnehmer am Tag wirklich arbeiten. Dabei zeigt sich, dass die Fünf-Tage-Woche der Standard ist, die Teilnehmer im Schnitt aber 9,1 Stunden am Tag arbeiten und auch ihre berufliche Kommunikation durchaus mit ins Wochenende nehmen.

Im Durchschnitt 6,5 Überstunden pro Woche

Aus der Kombination der regulären Arbeitstage, den vertraglichen Arbeitsstunden und den im Schnitt geleisteten Arbeitsstunden am Tag lassen sich Rückschlüsse auf die geleisteten Überstunden ziehen. Dabei zeigt sich, dass im Durchschnitt 6,5 Überstunden pro Woche geleistet werden. 2018 waren dies noch 7,5 Stunden pro Woche. Dennoch zeigt die Zahl, dass fast ein gesamter Arbeitstag pro Woche zusätzlich für den Arbeitgeber geleistet wird. Lediglich 12 Prozent der Befragten gaben an, gar keine Überstunden zu leisten. Im Verlauf der Studien zeigt sich folgende Entwicklung bei den Überstunden.

Neben der allgemeinen Entwicklung der Überstunden lohnt sich auch ein Blick auf die Zahl der Überstunden in unterschiedlichen Unternehmensgrößen. Gerade in Kleinstunternehmen bis zehn Mitarbeitern wird eine Vielzahl von Überstunden geleistet, die mit steigender Unternehmensgröße eher abnimmt. Neben der stärkeren Arbeitsteilung und der höheren Anzahl an Mitarbeitern, auf die Aufgaben verteilt werden können, steigt mit zunehmender Unternehmensgröße auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zeiterfassungssystem genutzt wird und es betriebliche Vereinbarungen zu Überstunden gibt.

Umgang mit E-Mails im Arbeitsumfeld

In der täglichen Kommunikation ist die E-Mail nach wie vor eines der wichtigsten Instrumente und aus unserem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Entsprechend steigt die Zahl der versendeten und empfangenen E-Mails nach wie vor an.

Wir verbringen mittlerweile mehr als 2,5 Stunden am Tag mit E-Mails

Vor diesem Hintergrund bietet es sich an, die Nutzung von E-Mails im beruflichen Umfeld näher zu beleuchten. Die Ergebnisse der Studie zeigen dabei, dass im Schnitt wesentlich mehr als zwei Stunden am Tag mit E-Mails verbracht werden.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag aus der HR Performance 4/2022.

Andere interessante Fachbeiträge

Du kannst nicht gewinnen, wenn Du nicht spielst

Leider hinkt die KI-Entwicklung und Verwendung in der deutschen Wirtschaft hinterher. Trotzdem gibt es auch KI-Leuchttürme bei uns. Wahrscheinlich genauso spektakulär wie ChatGPT. Die deutschen Weltmarktführer waren schon immer marketingscheu.

Kennzahlen-Methoden-Tools im Personalcontrolling

Die Entscheidungsträger in den Personalabteilungen bevorzugen immer noch einfache Kennzahlen, etwa absolute Zahlen oder Verhältniszahlen. Allerdings gibt es auch mehrere Kritikpunkte an der heutigen Nutzung von Personal-Kennzahlen.

Fünf Trends im HCM der Zukunft

Ein Umdenken ist notwendig: Vom Human Capital Management (HCM), das Mitarbeitende und deren Arbeit vorrangig als Vermögenswerte betrachtet, hin zum Human Experience Management (HXM), das wiederum Werte und Wohlbefinden der Mitarbeitenden in den Fokus der Betrachtung stellt.