Startseite » Fachbeiträge » Peer Learning effektiv gestalten

Peer Learning effektiv gestalten : Lessons Learned aus der Durchführung unternehmensübergreifender Learning Circles

In diesem Beitrag wollen wir unsere Erfahrungen aus einem Jahr der Gestaltung und Moderation eines unternehmensübergreifenden Learning Circles teilen und der Frage nachgehen: Welche Erfolgsfaktoren sind entscheidend für die Wirksamkeit unternehmensübergreifender Learning Circle?

2 Min. Lesezeit
Peer Learning
Foto: ©AdobeStock/Lomb

Die rapide zunehmende Dynamik und Komplexität der globalen Märkte sowie die rasant ansteigende Veränderungsrate technologischer Entwicklungen stellen Unternehmen vor weiter wachsende Herausforderungen. In diesem Zusammenhang wird immer deutlicher, dass die Komplexität der heutigen Geschäftswelt nicht mehr ausschließlich innerhalb der Grenzen einer Person, Abteilung, Funktion oder auch einer einzelnen Organisation bewältigt werden kann.

Die Erkenntnis, dass schnelles, cross-funktionales und kontinuierliches Lernen vor diesem Hintergrund eine notwendige Voraussetzung zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit ist, hat sich auf strategischer Ebene bereits in vielen Organisationen etabliert. Die daraus resultierenden Lernanforderungen lassen sich auf operativer Ebene jedoch nicht allein durch formale, individuumsbezogene Lernangebote, wie z. B. Seminare oder E-Learning-Programme, erfüllen. Eine immer bedeutendere Rolle kommt daher sozialen Lernformen zu, in denen formale und informelle Elemente zusammenspielen und Lernen auf Ebene des Individuums, Teams, der Organisation und auch zwischen Organisationen stattfinden kann.

Hilfreich im Umgang mit den eingangs skizzierten Herausforderungen, sind dabei insbesondere solche sozialen Lernformen, die zum einen Raum für gegenseitigen Austausch, Exploration und Co-Creation eröffnen und den Austausch über Unternehmensgrenzen hinweg ermöglichen. Und die zum anderen auch die Aneignung und Bearbeitung arbeitspraktisch relevanten Wissens und Fertigkeiten (Skills) erlauben. Durch deren Anwendung können die Lernenden in ihrer Arbeitspraxis direkt wirksam werden und einen positiven Beitrag zur Leistungsfähigkeit der Organisationen erbringen.

Die soziale Lernform Learning Circle

Ein Beispiel sozialer Lernformen, die diese Merkmale aufweisen, sind Learning Circle. In einem Learning Circle schließt sich eine Gruppe von Personen zusammen, um ihre spezifischen Lernziele gemeinsam zu verfolgen. Hierbei stehen der Austausch von Wissen und Erfahrungen, das Erlernen neuer Fertigkeiten, und die Co-Creation von direkt in die Praxis umsetzbaren Lösungen im Vordergrund. In vielen Organisationen, wie z.  B. Bosch, Ikea, Conti, sind solche Learning Circles in den letzten Jahren bereits erprobt worden.

Die effektive Gestaltung von unternehmensübergreifenden Learning Circles birgt jedoch besondere Herausforderungen und wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. In diesem Beitrag wollen wir unsere Erfahrungen aus einem Jahr der Gestaltung und Moderation eines unternehmensübergreifenden Learning Circles teilen und der Frage nachgehen: Welche Erfolgsfaktoren sind entscheidend für die Wirksamkeit unternehmensübergreifender Learning Circle? Wir starten dazu mit einer kurzen allgemeinen Beschreibung dieses Lernformats, stellen dann das Beispiel unseres Learning Circles vor und teilen zum Abschluss die Lessons Learned und Erfolgsfaktoren für die Gestaltung unternehmensübergreifender Learning Circles, die sich aus dieser Fallstudie ableiten lassen.

Das Lernformat unternehmensübergreifende Learning Circle

  • Zielsetzung: Der Learning Circle wird gegründet, um ein konkretes Thema zu bearbeiten, für das ein unternehmensübergreifender Austausch von besonderem Wert ist. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, im Rahmen dieser Themenstellung ihre eigenen Lernziele zu formulieren. Im Unterschied zu einer Community of Practice, wird ein Learning Circle für die Bearbeitung eines bestimmten Themas und für einen begrenzten Zeitraum gegründet.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag aus der HR Performance 2/2024.

Andere interessante Fachbeiträge

IT-Quereinsteiger

Quereinsteiger gegen den IT-Fachkräftemangel

Quereinsteiger bringen oft vielfältige Erfahrungen und frische Perspektiven mit, die in der dynamischen IT-Welt von unschätzbarem Wert sind. Die Ausbildung dieser Talente muss jedoch gezielt und praxisnah erfolgen, um sie schnell und effektiv in den IT-Arbeitsmarkt zu integrieren.

Älterer Mitarbeiter der Baubranche

Älter, produktiver, effizienter: Mit KI in die Zukunft der Arbeit

Es besteht eine große Chance, erfahrenen Arbeitnehmenden die Wahl zu lassen, ob sie in den Ruhestand gehen oder länger im Erwerbsleben bleiben wollen. Mithilfe von Kompetenzentwicklung, insbesondere in Bezug auf KI-Tools, könnten diese am zukünftigen Arbeitsplatz auch in fortgeschrittenem Alter nochmal aufblühen.

Verschiedene Generationen

Ein attraktiver Arbeitgeber für alle Generationen

Den Mitarbeitenden ein gutes bis sehr gutes Gehalt zu bieten, reicht in diesem Umfeld nicht mehr aus, um ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Dies erachten inzwischen zumindest die höher qualifizierten Arbeitnehmer meist als selbstverständlich. Ähnliches gilt für die Möglichkeit, die Arbeitszeit flexibel zu gestalten. Womit Unternehmen aber oft noch punkten können, ist ihre Kultur.