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Editorial 6/2018

Editorial 6/2018

Management für Menschen

Johann Wolfgang von Goethe soll einen IQ von 210 gehabt haben. Der US-Amerikaner Ray Kurzweil verkündete kürzlich auf einer Konferenz in Vancouver, dass der digitale Mensch mittels künstlicher Intelligenz (KI) eines Tages auf einen IQ von 2.000 kommen dürfte. Kurzweil ist Informatiker und wegen seiner kühnen Zukunftsprognosen berühmt. Er sieht einen digitalen Neocortex, den das menschliche Gehirn als einen neuen Teil der Großhirnrinde entwickelt. Über eine Schnittstelle zur Cloud hat der Mensch dann Zugang zum Weltwissen.

Künstliche Intelligenz gehört bereits zu unserem Alltag

E-Mail-Programme, YouTube, Suchmaschinen, Social-Media-Netzwerke, Spotify, Siri, Alexa, digitale Spiele u.v.m. nutzen intensiv KI. Sie ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie nimmt uns Massenarbeiten ab, automatisiert Entscheidungsprozesse und verbessert sich ständig selbst durch maschinelles Lernen. Maschinen können unglaublich viele Daten in kürzester Zeit verarbeiten und darin Muster erkennen, die wir Menschen nicht sehen. Dabei können sie Details berücksichtigen, die uns leicht entgehen. Vor diesen Arten maschineller Intelligenz brauchen wir keine Angst zu haben. Sie sind und bleiben Teil des mechanistischen Weltbildes. So wie die Softwarelösungen uns in den letzten 25 Jahren von unliebsamen Tätigkeiten befreit haben und viele neue Arbeitsplätze schufen, werden wir das Gleiche mit KI erleben.

Apple hat den Recycling-Roboter „Daisy“ entwickelt. Er kennt die Baupläne von neun iPhone-Versionen. Pro Stunde zerlegt der Werkzeugarm 200 Smartphones mit chirurgischer Präzision. In Deutschland wird weniger als 50 Prozent des Elektroschrotts recycelt, weil es sich mit menschlicher Arbeitskraft nicht lohnt. Und es gibt noch viele andere Aufgabenfelder, bei denen uns diese mechanistische Intelligenz entlasten und unterstützen kann.

Personalarbeit im Umbruch

Wir selbst sollten uns wieder mehr auf unsere humanistische Intelligenz konzentrieren. 80 Prozent der Zeit verbringen Personalverantwortliche mit dem Tagesgeschäft. Dieser Berg ließe sich schon heute mit einer vernünftigen HR-Softwarelandschaft um 30 Prozent reduzieren. KI schafft bestimmt noch einmal 30 Prozent der verbleibenden Aufgaben. Dadurch entstehen wertvolle Freiräume für New HR Work und für Fair Work. Das Management mit und für Menschen müssen wir gemeinsam entwickeln. Personalarbeit wird das eines Tages nicht mehr sein. Denken Sie an die alte Lernwelt und nutzen Sie die Gelegenheit zu einem Besuch auf der LEARNTEC 2019, Ende Januar in Karlsruhe, dann bekommen Sie ein Gefühl für die Veränderung. Einen Vorgeschmack dafür bietet Ihnen bereits unsere aktuelle Ausgabe.

 

 

 

 

 

Ihr Franz Langecker
Chefredakteur

Aus der HR Performance 6/2018

Management für Menschen Johann Wolfgang von Goethe soll einen IQ von 210 gehabt haben. Der US-Amerikaner Ray Kurzweil verkündete kürzlich auf einer Konferenz in Vancouver, dass der digitale... mehr erfahren »
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Editorial 6/2018

Management für Menschen

Johann Wolfgang von Goethe soll einen IQ von 210 gehabt haben. Der US-Amerikaner Ray Kurzweil verkündete kürzlich auf einer Konferenz in Vancouver, dass der digitale Mensch mittels künstlicher Intelligenz (KI) eines Tages auf einen IQ von 2.000 kommen dürfte. Kurzweil ist Informatiker und wegen seiner kühnen Zukunftsprognosen berühmt. Er sieht einen digitalen Neocortex, den das menschliche Gehirn als einen neuen Teil der Großhirnrinde entwickelt. Über eine Schnittstelle zur Cloud hat der Mensch dann Zugang zum Weltwissen.

Künstliche Intelligenz gehört bereits zu unserem Alltag

E-Mail-Programme, YouTube, Suchmaschinen, Social-Media-Netzwerke, Spotify, Siri, Alexa, digitale Spiele u.v.m. nutzen intensiv KI. Sie ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie nimmt uns Massenarbeiten ab, automatisiert Entscheidungsprozesse und verbessert sich ständig selbst durch maschinelles Lernen. Maschinen können unglaublich viele Daten in kürzester Zeit verarbeiten und darin Muster erkennen, die wir Menschen nicht sehen. Dabei können sie Details berücksichtigen, die uns leicht entgehen. Vor diesen Arten maschineller Intelligenz brauchen wir keine Angst zu haben. Sie sind und bleiben Teil des mechanistischen Weltbildes. So wie die Softwarelösungen uns in den letzten 25 Jahren von unliebsamen Tätigkeiten befreit haben und viele neue Arbeitsplätze schufen, werden wir das Gleiche mit KI erleben.

Apple hat den Recycling-Roboter „Daisy“ entwickelt. Er kennt die Baupläne von neun iPhone-Versionen. Pro Stunde zerlegt der Werkzeugarm 200 Smartphones mit chirurgischer Präzision. In Deutschland wird weniger als 50 Prozent des Elektroschrotts recycelt, weil es sich mit menschlicher Arbeitskraft nicht lohnt. Und es gibt noch viele andere Aufgabenfelder, bei denen uns diese mechanistische Intelligenz entlasten und unterstützen kann.

Personalarbeit im Umbruch

Wir selbst sollten uns wieder mehr auf unsere humanistische Intelligenz konzentrieren. 80 Prozent der Zeit verbringen Personalverantwortliche mit dem Tagesgeschäft. Dieser Berg ließe sich schon heute mit einer vernünftigen HR-Softwarelandschaft um 30 Prozent reduzieren. KI schafft bestimmt noch einmal 30 Prozent der verbleibenden Aufgaben. Dadurch entstehen wertvolle Freiräume für New HR Work und für Fair Work. Das Management mit und für Menschen müssen wir gemeinsam entwickeln. Personalarbeit wird das eines Tages nicht mehr sein. Denken Sie an die alte Lernwelt und nutzen Sie die Gelegenheit zu einem Besuch auf der LEARNTEC 2019, Ende Januar in Karlsruhe, dann bekommen Sie ein Gefühl für die Veränderung. Einen Vorgeschmack dafür bietet Ihnen bereits unsere aktuelle Ausgabe.

 

 

 

 

 

Ihr Franz Langecker
Chefredakteur

Aus der HR Performance 6/2018

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