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Editorial 2/2019

Editorial 2/2019

Der Mensch in der digitalen Arbeits- und Lebenswelt

Unser Land läuft der Digitalisierung hinterher. Gerade fand die Auktion zur Vergabe der Funkfrequenzen für das 5-G-Netz statt. Bis Ende 2022 sollen 98 Prozent der Haushalte mit den neuen, schnellen Datenverbindungen versorgt sein. Beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) wollte Deutschland Weltniveau erreichen. Nun fließen statt der geplanten drei Milliarden nur etwa 500 Millionen in diesen Bereich. Allein die Stadt Tijan in China gibt für KI 13 Milliarden aus!

Und täglich überrascht uns die digitale Welt mit neuen Produkten und Services. Rund um die Uhr und rund um die Welt sorgt die Digitalisierung für neues Licht aber auch Schattenseiten. Lokales erleben wir global und Globales trifft uns lokal. „Der Mensch im Mittelpunkt der digitalisierten Arbeitswelt“, lautete der Titel einer Konferenz auf der Hannover Messe 2019. Ich fürchte, hier hatte jemand das Fragezeichen vergessen. Denn nicht nur unser Land, auch viele Betriebe und Menschen laufen der Digitalisierung hinterher.

Langsam weicht die Aufbruchserfahrung einer Angststimmung

Es wächst eine Wut des „Abgehängtseins“ heran. Wenn die großen Banken fusionieren und die Automobilindustrie den Schalter in Richtung Elektromobilität umlegt, droht vielen Menschen der Jobverlust. Niemand hat sie darauf vorbereitet. Wo bleibt die Verantwortung der Politik für ihre Bürger? Die Koalition in Berlin droht bereits am Rententhema zu kollabieren und übersieht
dabei die massiven Herausforderungen der Arbeitswelt. Die Recruiter inszenieren und überschlagen sich landauf landab, um Fachkräfte für ihre Unternehmen zu gewinnen. Statt diese selbst auszubilden, treiben sie nur die Preise nach oben. Es fehlt der „digitale Ruck“, der durch unser Land gehen müsste. Wir brauchen den digitalen Pakt nicht nur für die Schulen, sondern für alle Altersgruppen und Generationen.

Hybridisierung der Arbeitsstellen

In seinem neuen „The New Workforce“-Report schreibt Josh Bersin, Analyst bei Deloitte, dass in den USA heute fast 25 Prozent der Jobs einen hybriden Charakter haben. Dabei handelt es sich in der Regel um gut bezahlte, komplexe und multidisziplinäre Jobs, die sich nicht einfach automatisieren lassen. Hier sind Personalabteilungen und Führungskräfte gefordert, die Menschen in die Zukunft zu begleiten, das heißt, ihnen zu helfen, ihre Kompetenzen zu erschließen, diese zu fördern und sie zum permanenten Lernen anzuhalten.
Den hybriden Jobs gehört die Zukunft. Wir müssen unsere „Mauern einreißen und mehr Windmühlen bauen.“ Wir müssen uns öffnen, dann finden wir auch unsere persönlichen Wege in die digitale Arbeits- und Lebenswelt.

 

 

 

 

 

Ihr Franz Langecker
Chefredakteur

Aus der HR Performance 2/2019

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Editorial 2/2019

Der Mensch in der digitalen Arbeits- und Lebenswelt

Unser Land läuft der Digitalisierung hinterher. Gerade fand die Auktion zur Vergabe der Funkfrequenzen für das 5-G-Netz statt. Bis Ende 2022 sollen 98 Prozent der Haushalte mit den neuen, schnellen Datenverbindungen versorgt sein. Beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) wollte Deutschland Weltniveau erreichen. Nun fließen statt der geplanten drei Milliarden nur etwa 500 Millionen in diesen Bereich. Allein die Stadt Tijan in China gibt für KI 13 Milliarden aus!

Und täglich überrascht uns die digitale Welt mit neuen Produkten und Services. Rund um die Uhr und rund um die Welt sorgt die Digitalisierung für neues Licht aber auch Schattenseiten. Lokales erleben wir global und Globales trifft uns lokal. „Der Mensch im Mittelpunkt der digitalisierten Arbeitswelt“, lautete der Titel einer Konferenz auf der Hannover Messe 2019. Ich fürchte, hier hatte jemand das Fragezeichen vergessen. Denn nicht nur unser Land, auch viele Betriebe und Menschen laufen der Digitalisierung hinterher.

Langsam weicht die Aufbruchserfahrung einer Angststimmung

Es wächst eine Wut des „Abgehängtseins“ heran. Wenn die großen Banken fusionieren und die Automobilindustrie den Schalter in Richtung Elektromobilität umlegt, droht vielen Menschen der Jobverlust. Niemand hat sie darauf vorbereitet. Wo bleibt die Verantwortung der Politik für ihre Bürger? Die Koalition in Berlin droht bereits am Rententhema zu kollabieren und übersieht
dabei die massiven Herausforderungen der Arbeitswelt. Die Recruiter inszenieren und überschlagen sich landauf landab, um Fachkräfte für ihre Unternehmen zu gewinnen. Statt diese selbst auszubilden, treiben sie nur die Preise nach oben. Es fehlt der „digitale Ruck“, der durch unser Land gehen müsste. Wir brauchen den digitalen Pakt nicht nur für die Schulen, sondern für alle Altersgruppen und Generationen.

Hybridisierung der Arbeitsstellen

In seinem neuen „The New Workforce“-Report schreibt Josh Bersin, Analyst bei Deloitte, dass in den USA heute fast 25 Prozent der Jobs einen hybriden Charakter haben. Dabei handelt es sich in der Regel um gut bezahlte, komplexe und multidisziplinäre Jobs, die sich nicht einfach automatisieren lassen. Hier sind Personalabteilungen und Führungskräfte gefordert, die Menschen in die Zukunft zu begleiten, das heißt, ihnen zu helfen, ihre Kompetenzen zu erschließen, diese zu fördern und sie zum permanenten Lernen anzuhalten.
Den hybriden Jobs gehört die Zukunft. Wir müssen unsere „Mauern einreißen und mehr Windmühlen bauen.“ Wir müssen uns öffnen, dann finden wir auch unsere persönlichen Wege in die digitale Arbeits- und Lebenswelt.

 

 

 

 

 

Ihr Franz Langecker
Chefredakteur

Aus der HR Performance 2/2019

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