Kundenservice Veranstaltungen: 02234-9894940
Kundenservice Bücher: 089-21837921
Aboservice Zeitschriften: 089-21837110
Editorial 1/2020

Editorial 1/2020

Königswege suchen

Im Mai letzten Jahres hat der EuGH die Latte beim Thema Arbeitszeiterfassung höher gelegt. Sowohl das Bundesarbeitsministerium als auch das Bundeswirtschaftsministerium haben externe Gutachten erstellen lassen. Obwohl beide Gutachten nicht öffentlich vorliegen, bestätigen Insider, dass Deutschland bei der Arbeitszeiterfassung Handlungsbedarf hat. Das Arbeitsministerium arbeitet bereits an der Umsetzung des Urteils. Das Handelsblatt zitierte in seiner Ausgabe am 14. Januar (S. 11) bzgl. der EuGH-Entscheidung eine Sprecherin von Bundesminister Hubertus Heil mit den Worten, man werde „… nicht alles auf den Kopf stellen“. Es führt wohl kein Weg an einer gesetzlichen Neuregelung vorbei.

Das Fazit eines Artikels von Prof. Dr. Frank Bayreuther zu seinem Rechtsgutachten in der NZA 1/2020 lautet: „Die Arbeitszeit muss erfasst werden“ (siehe auch S. 38 in dieser Ausgabe). Entscheider sollten das Luxemburger Urteil als Rückenwind nutzen, denn in puncto Arbeitszeitflexibilisierung liegen wir hinter den Benelux-Ländern und Skandinavien. Inhaltlich bietet diese Ausgabe viel Stoff und Argumente für die Modernisierung der Zeitwirtschaft.

Wir müssen uns darum kümmern, Menschen auszubilden, damit sie kreativer werden.

Es reicht nicht, sich von den Zahlen der Start-ups und den getätigten Investitionen blenden zu lassen. Jedes Unternehmen, dass auf Zukunft setzt, muss kreativ und innovativ sein. Maschinen nehmen uns körperliche Arbeit ab. Software entlastet uns von Routinetätigkeiten. Künstliche Intelligenz wertet Daten aus, erkennt Muster und macht uns Empfehlungen. Aber keine Software und keine Maschine kann so flexibel und interdisziplinär agieren wie der Mensch. Das Betriebliche Vorschlagswesen, das Alfred Krupp vor fast 150 Jahren initiierte, erlebt eine Renaissance. In der Weltliga der Innovationen drohen wir den Anschluss zu verlieren. Der „Deutschlandkongress Ideenmanagement 2020“ in Fulda (siehe S. 78) kennt „Königswege“.

Unsere Marktanalyse bzgl. digitaler Unterstützung beim Ideen- und Innovationsmanagement (siehe S. 82 f.) zeigt, die Dienstleister und Softwareanbieter sind hier gut aufgestellt. Wer Menschen nur als „Maschinen“ beschäftigt, vergeudet Ressourcen. Er übersieht, dass viel Kreatives entstehen kann, wenn Menschen motiviert werden, Freiräume bekommen, Netzwerke nutzen und kommunizieren können, Informationen erhalten, Vertrauen erfahren, Wertschätzung spüren und Sinn in ihrem Handeln sehen.

„Höre Deinem Mitarbeiter zu und begegne ihm auf Augenhöhe“

Diesen Satz von der Herzlichkeitsbeauftragten bei Upstalsboom, Daniela Gleue, finden Sie im Interview S. 36 f. Das Hotelunternehmen hat einen Königsweg gefunden, den sogar ein Film („Die stille Revolution“) dokumentiert.

Wir sind mit Zuversicht ins neue Jahr gestartet. Dabei möchten wir Sie, unsere LeserInnen, mitnehmen und Ihnen helfen, gemeinsam mit uns Königswege zu finden. Dabei schenken wir den Themen Nachhaltigkeit und Datenschutz in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit. Über Fragen, Anregungen und Begegnungen freuen wir uns. Sprechen Sie uns an! Wir sind auf vielen Kanälen und auf den Personalmessen unterwegs.

 

 

 

 

 

Ihr Franz Langecker
Chefredakteur

Aus der HR Performance 1/2020

Frühere Editorials

HR Performance 6/2019

HR Performance 5/2019

HR Performance 4/2019

HR Performance 3/2019

HR Performance 2/2019

HR Performance 1/2019

 

Königswege suchen Im Mai letzten Jahres hat der EuGH die Latte beim Thema Arbeitszeiterfassung höher gelegt. Sowohl das Bundesarbeitsministerium als auch das Bundeswirtschaftsministerium haben... mehr erfahren »
Fenster schließen
Editorial 1/2020

Königswege suchen

Im Mai letzten Jahres hat der EuGH die Latte beim Thema Arbeitszeiterfassung höher gelegt. Sowohl das Bundesarbeitsministerium als auch das Bundeswirtschaftsministerium haben externe Gutachten erstellen lassen. Obwohl beide Gutachten nicht öffentlich vorliegen, bestätigen Insider, dass Deutschland bei der Arbeitszeiterfassung Handlungsbedarf hat. Das Arbeitsministerium arbeitet bereits an der Umsetzung des Urteils. Das Handelsblatt zitierte in seiner Ausgabe am 14. Januar (S. 11) bzgl. der EuGH-Entscheidung eine Sprecherin von Bundesminister Hubertus Heil mit den Worten, man werde „… nicht alles auf den Kopf stellen“. Es führt wohl kein Weg an einer gesetzlichen Neuregelung vorbei.

Das Fazit eines Artikels von Prof. Dr. Frank Bayreuther zu seinem Rechtsgutachten in der NZA 1/2020 lautet: „Die Arbeitszeit muss erfasst werden“ (siehe auch S. 38 in dieser Ausgabe). Entscheider sollten das Luxemburger Urteil als Rückenwind nutzen, denn in puncto Arbeitszeitflexibilisierung liegen wir hinter den Benelux-Ländern und Skandinavien. Inhaltlich bietet diese Ausgabe viel Stoff und Argumente für die Modernisierung der Zeitwirtschaft.

Wir müssen uns darum kümmern, Menschen auszubilden, damit sie kreativer werden.

Es reicht nicht, sich von den Zahlen der Start-ups und den getätigten Investitionen blenden zu lassen. Jedes Unternehmen, dass auf Zukunft setzt, muss kreativ und innovativ sein. Maschinen nehmen uns körperliche Arbeit ab. Software entlastet uns von Routinetätigkeiten. Künstliche Intelligenz wertet Daten aus, erkennt Muster und macht uns Empfehlungen. Aber keine Software und keine Maschine kann so flexibel und interdisziplinär agieren wie der Mensch. Das Betriebliche Vorschlagswesen, das Alfred Krupp vor fast 150 Jahren initiierte, erlebt eine Renaissance. In der Weltliga der Innovationen drohen wir den Anschluss zu verlieren. Der „Deutschlandkongress Ideenmanagement 2020“ in Fulda (siehe S. 78) kennt „Königswege“.

Unsere Marktanalyse bzgl. digitaler Unterstützung beim Ideen- und Innovationsmanagement (siehe S. 82 f.) zeigt, die Dienstleister und Softwareanbieter sind hier gut aufgestellt. Wer Menschen nur als „Maschinen“ beschäftigt, vergeudet Ressourcen. Er übersieht, dass viel Kreatives entstehen kann, wenn Menschen motiviert werden, Freiräume bekommen, Netzwerke nutzen und kommunizieren können, Informationen erhalten, Vertrauen erfahren, Wertschätzung spüren und Sinn in ihrem Handeln sehen.

„Höre Deinem Mitarbeiter zu und begegne ihm auf Augenhöhe“

Diesen Satz von der Herzlichkeitsbeauftragten bei Upstalsboom, Daniela Gleue, finden Sie im Interview S. 36 f. Das Hotelunternehmen hat einen Königsweg gefunden, den sogar ein Film („Die stille Revolution“) dokumentiert.

Wir sind mit Zuversicht ins neue Jahr gestartet. Dabei möchten wir Sie, unsere LeserInnen, mitnehmen und Ihnen helfen, gemeinsam mit uns Königswege zu finden. Dabei schenken wir den Themen Nachhaltigkeit und Datenschutz in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit. Über Fragen, Anregungen und Begegnungen freuen wir uns. Sprechen Sie uns an! Wir sind auf vielen Kanälen und auf den Personalmessen unterwegs.

 

 

 

 

 

Ihr Franz Langecker
Chefredakteur

Aus der HR Performance 1/2020

Frühere Editorials

HR Performance 6/2019

HR Performance 5/2019

HR Performance 4/2019

HR Performance 3/2019

HR Performance 2/2019

HR Performance 1/2019

 

Für die Filterung wurden keine Ergebnisse gefunden!
Zuletzt angesehen