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Was gibt es nach dem Mitarbeitergespräch noch zu tun?

Führungskraft und Mitarbeitende haben das Mitarbeitergespräch erfolgsreich durchgeführt. Sie haben das vergangene Geschäftsjahr Revue passieren lassen, sich gegenseitig befeedbackt und Ziele vereinbart. Und nun? Damit der Effekt des Gespräches nicht verpufft, gibt es 3 Tipps zur Nachbereitung, die das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) auf seiner Homepage gibt: Dokumentieren, reflektieren und auswerten.

Dokumentation Mitarbeitergespräche

Um eine höhere Verbindlichkeit zu schaffen und auch im Nachgang noch auf das Besprochene zurückgreifen zu können, ist eine schriftliche Dokumentation des Gesprächs im Sinne eines Gesprächsprotokolls sinnvoll. So können Unternehmen auch in folgenden Mitarbeitergesprächen gut an die Ergebnisse anknüpfen. Hierzu empfiehlt sich die Verwendung eines gemeinsam im Gespräch erstellten Formulars. Dieses kann während des Gesprächs schon (stichpunktartig) ausgefüllt werden. In der Regel reicht es auch, die wichtigsten Punkte und Aussagen, übereinstimmende Bewertungen und nicht ausgeräumte Unstimmigkeiten, bzw. Punkte, bei denen keine Einigkeit erzielt wurde, zu Protokoll zu bringen.

Mitarbeitergespräche reflektieren

Im Anschluss an das Gespräch sollten sowohl der Mitarbeiter als auch die Führungskraft das Vereinbarte nochmals kritisch reflektieren. Um die Verbindlichkeit zu erhöhen, wird das Gesprächsprotoll im Anschluss vom Vorgesetzten und dem Mitarbeiter unterschrieben. Jede Gesprächsseite sollte eine Kopie des Protokolls erhalten. Um ein hohes Vertrauensverhältnis zu gewährleisten, sollten neben den beiden Gesprächsteilnehmern möglichst wenige Personen Zugriff auf das Protokoll haben. Eine Möglichkeit ist hier, dass das Protokoll des Mitarbeitergesprächs bei den Gesprächspartnern verbleibt und lediglich die vereinbarten Ziele und Entwicklungsmaßnahmen gesondert von der Führungskraft an die Personalabteilung weitergegeben werden.

Auswertung Mitarbeitergespräche

Wurden erstmals Mitarbeitergespräche durchgeführt, ist es sinnvoll, die mit dieser Maßnahme gewonnenen Erfahrungen sowohl auf Seiten der Führungskräfte als auch auf Seiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszuwerten. Dies kann beispielsweise in einem speziellen Führungskräfteworkshop getan werden.

Wurden die Mitarbeitergespräche nur in einem Unternehmensbereich oder auf einer Hierarchieebene durchgeführt, ist eine Evaluation der Erfahrungen ein zentraler Schritt vor der Übertragung auf andere Bereiche oder Ebenen.

Unternehmen sollten ihrer Belegschaft klarmachen, dass Mitarbeitergespräche – richtig angewandt –  keine lästige, jährlich wiederkehrende Pflicht sind, sondern den Austausch zwischen Mitarbeiter und Führungskraft erhöhen und die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten steigern können. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die Einhaltung der im Gespräch vereinbarten Förder- und Entwicklungsmaßnahmen sowie die Erreichung der gesetzten Ziele eingehalten und überprüft werden. Hierzu ist es hilfreich, wenn bei Abschluss der ersten Runde von Mitarbeitergesprächen klar ist, wann in etwa die nächste Runde von Gesprächen stattfinden wird.

Alles Wissenswerte rund um das Thema Mitarbeitergespräche finden Sie auf der Homepage des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung

 

Quelle: Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA)

 

Teaserfoto: © AdobeStock/Hurca!

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