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Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: Das gilt ab jetzt

Vergangenen Freitag ist die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in Kraft getreten. Vollständig digitalisiert ist der „gelbe Schein“ damit aber noch nicht. Alles, was Arbeitnehmer und Arbeitgeber zum elektronischen Meldeverfahren jetzt wissen müssen: ein Überblick.

Wer sich beim Arzt krankschreiben ließ, musste bislang sowohl seiner Krankenkasse als auch seinem Arbeitgeber den Durchschlag der Krankschreibung zukommen lassen. Das ändert sich seit vergangenen Freitag. Ab sofort soll der behandelnde Arzt die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung direkt in digitaler Form an die Krankenkasse weiterleiten. Seinem Arbeitgeber muss der Betroffene jedoch weiterhin die Krankmeldung in Papierform bereitstellen. Damit soll erst 2022 Schluss sein: In einem zweiten Schritt soll dann die Krankenkasse dem Arbeitgeber elektronisch mitteilen, wie lange die Arbeitsunfähigkeit des Betroffenen andauert und wann sie voraussichtlich endet.

Übergangsfrist für Arztpraxen bis Ende des Jahres

Achtung: Bis 31. Dezember gilt eine Übergangsfrist – Praxen, die bis dato noch nicht über die technischen Voraussetzungen verfügen, dürfen die Krankmeldung weiterhin komplett in Papierform ausstellen. Arbeitnehmer sollten sich daher erkundigen, ob der behandelnde Arzt diese automatisch an die Kasse weiterleitet oder nicht. Ab Januar 2022 soll dieser Service jedoch für alle verpflichtend sein.

Ab Juli 2022 verschwindet der gelbe Schein dann endgültig

Voraussichtlich ab Juli 2022 soll der gelbe Zettel dann endgültig verschwinden und die Krankenkassen den Arbeitgeber elektronisch informieren, wie lange die Arbeitsunfähigkeit des Mitarbeitenden andauern wird.

Sprich: Das Vorgehen im Krankheitsfall bleibt gleich. Der Mitarbeitende setzt weiterhin (Anzeigepflicht) das Unternehmen über die Arbeitsunfähigkeit in Kenntnis. Außerdem lässt sich der Betroffene wie gehabt in einer Arztpraxis krankschreiben. Ab Juli 2022 kann er jedoch davon ausgehen, dass die digitale Übermittlung der Krankschreibung an den Arbeitgeber von der Arztpraxis in die Wege geleitet und durch die Krankenkasse vollzogen wird.

 

 

 

Teaserfoto: © AdobeStock/nmann77

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