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Corporate Benefits in Zeiten von Corona

Die Obstkörbe, das Gratis-Wasser und die geselligen Kicker-Tische waren schon fast ein fester Bestandteil zahlreicher Stellenausschreibungen. Was wird nun aber aus „Was wir bieten“, wenn das Office auf unabsehbare Zeit ein seltener Besuchsort bleibt? Mit welchen Benefits lassen sich potenzielle Bewerber und auch Bestandsmitarbeiter nun locken, wo doch alles anders ist?

New Work in Zeiten von Corona

Vielleicht kann man gerade nicht mehr „einfach überall arbeiten“, wie es uns einige eifrige New-Work-Jünger weismachen wollten. Und es muss auch nicht unbedingt die schicke Firmen-Dachterrasse sein. Die Parkbank hinten am Weg, der eigene oder „geliehene“ Garten können auch weiterhin eine New-Work-Ausflucht bieten. Es spricht nichts dagegen, gezielt hierfür Firmenhandys mit mobilem Guthaben in Aussicht zu stellen, damit man sich gerade angesichts dieser Situation nicht „eingesperrt“ fühlt bei der Arbeit.

Statt ÖPNV Car-Sharing

Genauso verhält es sich mit der Mobilität: Die öffentlichen Verkehrsmittel haben an Attraktivität verloren angesichts der pandemiebedingten Ansteckungsgefahr. Wenn temporäre Präsenzen im Unternehmen (weiterhin) Voraussetzung sind, so kann man den kostenlosen Zugang zu Car-Sharing-Konzepten auch schon vorsorglich in Aussicht stellen. Und wer E-Roller für geeignet hält, der trägt sogar etwas zum „verloren gegangenen“ Fun-Faktor bei.

Goodbye Kantine – hello Kochboxen  

Seinen Mitarbeitern statt Kantine trotzdem ein Essen zu bieten, das hat einen fürsorglichen Charakter. Beispielsweise durch frische Kochboxen, die zumindest einmal in der Woche geliefert werden können. Eine Alternative sind Gutscheine für Soft-Drinks in Bioqualität bis hin zu Smoothies oder für den „Dinkel-Bäcker“ mit ernährungsbewusstem Sortiment.

Digitales Training oder die Fitnessuhr

Tolle Angebote, wie Personal Training, Sportgruppen oder Auszeiten bei einer Inhouse-Massage, werden in einigen Unternehmen schon durch Online-Angebote ersetzt. Ein echter Ersatz ist dies natürlich nicht. Ein mögliches Upgrade wäre hier, monatliche Massage-Möglichkeiten bei externen Dienstleistern zu organisieren, aber auch eine Fitnessuhr als Benefit könnte ein schönes Willkommensgeschenk sein.

Im sonstigen Ausrüstungsbereich für das Sportprogramm wären ebenfalls einige Dinge denkbar, angefangen von der Yogamatte bis hin zur Regenjacke für die Förderung der Bewegung im Freien. Entsprechend im Corporate Design gestaltet, wären das nicht nur Angebote im Sinne der Benefits-Bewerbung oder des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Flache Kommunikation auch online

Wenn New Work bedeutet, neue und vielfältige Formen der Arbeitskultur zu etablieren, so sollte das Thema (gemeinsame) Pausen gerade im Online-Zeitalter auch Berücksichtigung finden, zum Beispiel mit einem Viertelstündchen Kaffee-Klatsch oder Tea Time – allerdings ohne „Tratsch-Tanten-Charakter“. Denkbar wäre es, dafür ein Ereignis-Karten-Set pro Online-Treffen mit positiven Impuls-Themen zu gestalten, die lauten könnten: „mein bester Arbeitsmoment heute“ oder „mein Lieblingskunde“ – natürlich angepasst an die Branche und Aufgaben. Im Fokus steht der Austausch auf persönlicher Ebene, ohne den Gesamtkontext aus dem Blick zu verlieren – eben einfach eine neue Form der zwischenmenschlichen betrieblichen Kommunikation mit einem lockereren Charakter.

 

Autorin: Dr. Silvija Franjic, Online-Redakteurin + Jobcoach

 

 

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