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Arbeitgeber darf Rückkehr aus Homeoffice anordnen

Das LAG München hat entschieden, dass ein Arbeitgeber, der seinem Arbeitnehmer gestattet hatte, seine Tätigkeit als Grafiker von zuhause aus zu erbringen, grundsätzlich berechtigt ist, seine Weisung zu ändern, wenn sich später betriebliche Gründe herausstellen, die gegen eine Erledigung von Arbeiten im Homeoffice sprechen.

Zum Fall: Der Arbeitnehmer und gleichzeitig Kläger war als Grafiker in Vollzeit beschäftigt. Seit Dezember 2020 arbeitete er auf Anordnung seines Arbeitgebers im Homeoffice. Mit Weisung vom 24.02.2021 ordnete dieser die Rückkehr ins Münchner Büro an. Der Arbeitnehmer wollte mit seiner Klage erreichen, dass ihm das Arbeiten aus dem Homeoffice weiterhin gestattet bleibt und diese Homeoffice-Tätigkeit nur in Ausnahmefällen unterbrochen werden darf.

Vorinstanz entscheidet bereits: Kein Anspruch auf Homeoffice

Das Arbeitsgericht hatte bereits den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zurückgewiesen. Ein Anspruch auf Arbeiten im Homeoffice ergebe sich weder aus dem Arbeitsvertrag noch aus § 2 Abs. 4 SARS-CoV-2-ArbSchV. Aus § 106 S. 1 GewO ergebe sich bereits: Die Konkretisierung der Arbeitspflicht sei Sache des Arbeitgebers. Das Gericht war der Ansicht: Die allgemeine Gefahr, sich auf dem Weg zur Arbeit mit Covid-19 anzustecken und das allgemeinen Infektionsrisiko am Arbeitsort sowie in der Mittagspause würden einer Verpflichtung zum Erscheinen im Büro nicht entgegenstehen.

LAG München bestätigt diese Entscheidung

Das LAG München bestätigte diese Entscheidung und führte aus, dass der Arbeitgeber unter Wahrung billigen Ermessens den Arbeitsort durch Weisung neu bestimmen dürfe. Der Arbeitsort des Klägers war weder im Arbeitsvertrag noch kraft späterer ausdrücklicher oder stillschweigender Vereinbarung der Parteien auf dessen Wohnung festgelegt. Das Recht, die Arbeitsleistung von zuhause zu erbringen, habe im Februar 2021 auch nicht gem. § 2 Abs. 4 SARS-CoV-2-ArbSchVO bestanden. Demnach gebe es auch kein subjektives Recht auf Homeoffice. Demnach sprachen diese betrieblichen Gründe zurecht gegen das Homeoffice: Die schlechtere technische Ausstattung am häuslichen Arbeitsplatz und der Datenschutz. Der Arbeitnehmer habe nicht dargelegt, dass die Daten gegen den Zugriff Dritter und der in Konkurrenz tätigen Ehefrau geschützt waren. Das Urteil vom 26.08.2021, Az. 3 SaGa 13/21 ist somit rechtskräftig.

Quelle: LAG München

 

 


Teaserfoto: © Adobe Stock/Halfpoint

 

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