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Drei Fragen an...

... Christopher Bergmann, seit dem 1. Juli Personalleiter bei der Bosch-Gruppe Österreich

HRP: Welche Veränderungen streben Sie bei der Bosch-Gruppe Österreich an, speziell im HR-Bereich?

Christopher Bergmann: Die größte Veränderung ist es, uns auf die neue Arbeitswelt von morgen vorzubereiten mit einem Ansatz, der alles Gewohnte auf den Kopf stellen kann: dem Sinn folgend. Unsere Führungskräfte beschäftigen sich mit sinnstiftender Führung, vernetztem Lernen über Unternehmensgrenzen hinweg und agilen Arbeitsmethoden und Organisationsformen. Der Human-Resources-Bereich wird den Menschen ganz konkret ermöglichen, den Innovationsraum zu finden, der jedem Einzelnen zum Erfolg verhilft. Das ist Bosch.

HRP: Welche Tools, Apps oder Produkte sind für Sie in der Personalarbeit wichtig?

Bergmann: Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der digitalen Transformation wird alles um uns dynamischer und ist zunehmend von Unsicherheiten geprägt. Dies erfordert weniger Planung, dafür aber schnelles, agiles, selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Handeln. Eines meiner Lieblings-Tools, um schnell Fertigkeiten zu entwickeln oder neue Themen zu durchdringen, ist „Working Out Loud“. Es hilft mir, meine blinden Flecke zu überwinden und meine Einstellungen und Meinungen auf eine breite Basis zu stellen. Für mich vielleicht die wichtigste Fähigkeit am digitalen Arbeitsplatz. LinkedIn Learning ist mein ständiger Begleiter zu Hause, beim Sport und in der Arbeit. Ich kann damit sowohl unseren Forschern im Bereich AI and Machine Learning über die Schulter schauen als auch mir Grundlagen der Meditation aneignen.

HRP: Wie sieht für Sie die Personalarbeit zukünftig aus?

Bergmann: Der Begriff Personalarbeit wird sich radikaler als je zuvor am Menschen ausrichten. An die Stelle von starren Hierarchien,
Arbeitsanweisungen und Kontrollen rücken dabei drei Prinzipien, die die Arbeit von Mitarbeitern bei Bosch prägen wird: Autonomy, Mastery und Purpose. Autonomy gibt jedem Mitarbeiter die Möglichkeit, sich einzubringen und Rahmenbedingungen für das eigene Arbeiten zu gestalten, und gleichzeitig mehr Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Mastery steht für die Schaffung von Rahmenbedingungen, die Interessen und Kompetenzen fördern. Purpose beschreibt den Anspruch, dass unsere Aktivitäten stets sinnhaft
sind und dem Erreichen klar formulierter Ziele dienen. Personalarbeit muss diesen Prinzipien folgen, um relevant für die Menschen zu bleiben.

HRP: Herr Bergmann, vielen Dank für das Gespräch.

 

Noch mehr "Drei Fragen an..." gibt es hier.

Quelle: HR Performance 5/2019

 

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