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Mensch und Maschinen – digital und intelligent

Moderne Arbeitsplätze sind attraktiv. Sie ziehen engagierte Mitarbeiter an. Die Zukunft gehört dem Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Die maschinelle Intelligenz und das menschliche Gehirn schaffen das neue intelligente Unternehmen und eine andere Arbeitswelt.

In Deutschland kommen bereits 346 Industrieroboter auf 10.000 Mitarbeiter. In Südkorea sind es laut der „International Federation of Robotics“ schon 855. Vor 20 Jahren begann die Diskussion über das Internet der Dinge. Vor gut 15 Jahren wurde die erste Smart Factory in Kaiserslautern gegründet. Und seit 10 Jahren arbeiten wir mit dem Begriff „Industrie 4.0“. Wir stecken mitten im Prozess einer neuen digitalen, industriellen Revolution. Um auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir das Zusammenspiel von Mensch und Technik ständig optimieren. Früher ging der Mensch zur Maschine. Heute kommt die Technologie auf ihn zu. Sie ist dialogorientiert und sie kommuniziert mit uns wie im Gaming.

In der Industrie 5.0 erleben wir die mitdenkende Fabrik in der alles durchgängig digitalisiert ist. Prozesse werden virtuell simuliert, bevor es in die Praxis geht. Smarte Maschinen erkennen Sprache, Gestik, Bilder und lernen permanent. Sie machen Vorschläge, erkennen nahende Fehler, bevor es zu Ausfällen kommt. Smarte Maschinen in den Büros lesen Texte und werten Dokumente aus. Schneller, als wir Menschen es je getan haben. Virtuelle Assistenten in den Call-Centern erledigen Anfragen in verschiedenen Sprachen. Dank der klugen Zusammenarbeit von Mensch und Maschine werden Unternehmen zukünftig um ein Vielfaches produktiver. Das entlastet uns Menschen und es bleibt mehr Zeit für die Qualifizierung, für die persönliche Entfaltung, für Familien und Mitmenschen.

Büroangestellte investieren täglich ca. 2 Stunden in die Datensuche und -ablage

Heute brauchen Industrieroboter noch ein strukturiertes Umfeld. Sie sind - wie wir früher – fest an einen Arbeitsplatz gebunden. Der nächsten Generation der Service-Roboter begegnen wir in unserem täglichen Umfeld. Sie werden um ein Vielfaches komplexer sein als heutige Roboter. Sie bewegen sich mit hoher Präzision, können schwere Lasten transportieren, agieren unermüdlich und lassen sich nicht ablenken. Sie sind geschaffen für repetitive, ermüdende, gefährliche und menschenunwürdige Arbeiten. Müssen wir wirklich noch Stunden mit der Suche von Informationen und der Ablage von Dokumenten verbringen. Wäre es nicht sinnvoller, wenn wir diese Zeiten für gesellschaftliche, familiäre, kreative und taktile Aufgaben frei hätten. 18 Mio. Menschen sitzen in Deutschland noch an Schreibtischen. Viele fühlen sich physisch und psychisch überfordert. Viele Beschäftigte wünschen sich nicht mehr zurück in die alte Arbeitswelt. Sie sind aber auch nicht ganz glücklich mit dem Jetzt. Dadurch wächst der Druck auf uns Menschen, bessere Wege zu finden und offen zu sein für die neuen Technologien. Mit fast 8 Milliarden Menschen, einer gigantischen Klimakrise, einer tückischen Pandemie und vielen anderen Herausforderungen werden wir nur zurechtkommen, wenn wir die Intelligenzen von Menschen und Maschinen zusammenbringen. Eine bessere Welt ist möglich, das haben die Entwicklungen der letzten Jahrhunderte gezeigt. Es bleibt ein gemeinsames Ringen um bessere Lösungen. Dafür müssen wir es ständig versuchen und aus Fehlern lernen. Technologie braucht Praxis. Sie muß einfach zu bedienen und flexibel einsetzbar sein, dann findet sie schnell Akzeptanz, wie das iPhone vor 14 Jahren.  Es hat uns eine neue Welt erschlossen. Andere Technologien mit ähnlichem Potential warten nur darauf von uns erschlossen und genutzt zu werden.

 

Franz Langecker
Chefredakteur der HR Performance

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