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Zoom-Fatigue: Wie sich digitale Meetings auf die Gesundheit von Beschäftigten auswirken

Konzentrationsprobleme, Kopf- und Rückenschmerzen: Virtuelle Meetings wirken sich unterschiedlich auf die Gesundheit von Beschäftigten aus. Unbestritten ist, dass diese sogenannte Zoom-Fatigue weit verbreitet ist. Das zeigt eine Studie des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE). Unternehmen sind gut beraten, aktiv Maßnahmen einzuleiten.

Zoom-Fatigue bedeutet übersetzt, die Müdigkeit, die im Arbeitsalltag mit den zahlreichen digitalen Meetings einhergeht. Das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) hat sich mit diesem Phänomen beschäftigt und Anfang September 2020 und im Dezember 2020 eine Befragung durchgeführt.

Das sind die Ergebnisse der Befragung zusammengefasst

Zoom-Fatigue macht sich bei Beschäftigten in unterschiedlichen Formen bemerkbar. Diese sind unter anderem:

  • Reduktion der Konzentration
  • Fahrigkeit
  • Ungeduld
  • Erhöhte Reizbarkeit
  • Fehlende Balance
  • Unwirsches Agieren gegenüber Mitmenschen
  • Genervt sein
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Magenschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Sehstörungen

       

59,9 Prozent der Befragten geben im September und 62,4 Prozent im Dezember 2020 an, dass sie von digitalen Meetings erschöpft sind. 67,2 Prozent der Studienteilnehmer, die mit Zoom-Fatigue umgehen müssen, sind der Meinung, dass sich ihre Erschöpfung durch die virtuelle Kommunikation und Kooperation erhöht hat.

Konzentrationsprobleme, genervt sein und Ungeduld: Das sind die häufigsten Symptome

Zoom-Fatigue zeigt sich im Dezember 2020 vor allem in „Ungeduld“ und „genervt sein“ sowie in der „Reduktion der Konzentration“. Dies hat sich im Vergleich zu der Umfrage vom September nicht verändert. Abgesehen von Kopf- und Rückenschmerzen, sind direkte physische Störungen wie Glieder- oder Magenschmerzen weiterhin eher selten sichtbar.

Fehlendes Netzwerken und mangelnder Small-Talk

Was die Belastungstreiber betrifft, so sind laut der Studie Lerneffekte und Gewöhnungseffekte in der Organisation erkennbar. Die Taktung der virtuellen Treffen, sowie die Pausen während und zwischen den Meetings werden weniger belastend wahrgenommen als noch im September 2020. Zum einen sind Pausen mehr und mehr integriert und die Taktungen mitarbeiterfreundlich. Zum anderen ist davon auszugehen, dass sich Beschäftigte an virtuelle Kommunikation und Kooperation gewöhnen. Trotz der Lern- und Gewöhnungseffekte wirken fehlendes Netzwerken und mangelnder Small-Talk weiterhin als Belastungstreiber.

Diese Belastungstreiber werden am Häufigsten genannt – hier sollten Unternehmen entgegenwirken:

  • Beobachtet zu werden / auf dem Präsentierteller zu sitzen.
  • Sich selbst zu beobachten und keine Mimik / Gestik der anderen zu sehen.
  • Keine Möglichkeit der kleinen Unaufmerksamkeiten zu haben.
  • Kein Small Talk mit den anderen machen zu können.
  • Kein gemeinsames Networking beim Kaffee.
  • Keine Pausen während des virtuellen Meetings zu haben.
  • Keine Pausen zwischen den virtuellen Meetings zu haben.
  • Effizienz der virtuellen Meetings.
  • Taktung innerhalb der virtuellen Meetings.
  • Taktung der virtuellen Meetings am Tag.
  • Erhöhter technischer Aufwand.
  • Starke Belastung der Augen aufgrund schlechter Bildqualität.
  • Frustration aufgrund instabiler Verbindung.
  • Weniger Gesprächsfluss aufgrund von Latenzen / Zeitverzögerungen.

 

Quelle: IBE

 

Foto: © Adobe Stock/pict rider