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Bitkom-Studie: Wie sehen Weiterbildungen 2025 aus?

Wie lernen wir 2025? Dieser Frage widmet sich eine aktuelle Bitkom-Studie. Die Antwort lautet: digitaler und zielgerichteter. Außerdem steigt der Druck auf Unternehmen: Wer Mitarbeiter gewinnen und binden möchte, kommt um ein attraktives Weiterbildungsangebot in Zukunft nicht herum.   

Über 400 Teilnehmer aus verschiedenen Hierarchiestufen, Unternehmen und Branchen haben die Studienersteller von Bitkom in Zusammenarbeit mit HRpepper Magamenent Consultants befragt. Die Ergebnisse der Studie schaffen Klarheit in Zeiten von Unsicherheit: Die Bedeutung von Weiterbildungen steigt und der War for Talents wird sich verschärfen.

Wettbewerbsfähigkeit: Attraktive Weiterbildungsangebote werden zum Must-have

Um in Zukunft die besten Mitarbeiter für sich gewinnen zu können, müssen Unternehmen also attraktive Weiterbildungsangebote schaffen. Zudem geht die Mehrzahl der Befragten davon aus, dass Lernen künftig digitaler, in kürzeren Einheiten und zielgerichteter stattfinden wird. Gleichzeitig steigt der Kostendruck auf Weiterbildungsbudgets. Berufliche Bildungsinhalte werden in Zukunft daher wahrscheinlich vermehrt digital zur Verfügung stehen und Lernen wird seltener in Präsenzformaten stattfinden – auch wenn ein großer Teil der Befragten dies explizit nicht wünscht. Die Beschäftigten möchten in Zukunft noch mehr Verantwortung für ihre eigenen Weiterbildungen übernehmen. Daher ist es äußerst notwendig, dass das Management Rahmenbedingungen schafft, in denen Angestellte auch tatsächlich mehr Eigenverantwortung übernehmen können und dürfen. Außerdem erwarten die Befragten, dass Soft Skills einen höheren Stellenwert einnehmen werden als Hard Skills.

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Ausbaufähig: Weiterbildungen als strategischen Hebel nutzen

Zusätzlich liefert die Studie Erkenntnisse darüber, welche Rolle Weiterbildung im Kontext der Coronavirus-Krise spielt: Ein Großteil der befragten Unternehmen nutzt die Zeit als Chance und ermöglicht seinen Beschäftigten, mehr Zeit in Weiterbildung zu investieren. Allerdings überwiegen dabei kostenfreie Lernangebote, mit denen viele Teilnehmer nur teilweise zufrieden waren.

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Die Ergebnisse zeigen zudem, dass noch längst nicht alle Unternehmen Weiterbildungen als strategischen Hebel nutzen.

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Um durch Weiterbildung den langfristigen Erfolg eines Unternehmens zu sichern, ist es aus Sicht der Studienverfasser zentral, ganz bewusst ein ausreichendes Budget für Weiterbildung zur Verfügung zu stellen, eine positive Lernkultur zu fördern und regelmäßig zu evaluieren, wie zufrieden die Mitarbeiter mit den wahrgenommenen Weiterbildungen sind. Nur durch bewusste Investition in die Aus- und Weiterbildung können sich Unternehmen auch in Zukunft qualifizierte Angestellte sichern, die schnell und flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren können.

Umsetzung der Weiterbildungsmaßnahmen zielgruppenorientiert gestalten

Weiterbildungsanbieter sollten sich fragen, wie sie jene Szenarien in die Wirklichkeit umsetzen, die von den Befragten ausdrücklich gewünscht wurden. Das bedeutet beispielsweise, Führungskräfte und HR-Experten dabei zu begleiten, ihre Rolle an die erhöhte Eigenverantwortung von Mitarbeitern anzupassen und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Menschen in Unternehmen tatsächlichen Freiraum für ihre persönliche Weiterbildung erhalten. Gleichzeitig gilt es dort gegenzusteuern, wo Trends an den Wünschen der Befragten vorbeigehen. Unter anderem Hybridformate aus Präsenz- und Online-Formaten könnten den entscheidenden Unterschied ausmachen. Sie bieten gleichermaßen das selbstbestimmte Lernen im digitalen Raum und die gewünschte zwischenmenschliche Interaktivität.

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Fazit: Auch die Politik ist gefragt

Zusätzlich bedarf es auch des politischen Willens, Weiterbildung aktiv zu fördern. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen könnten dadurch in ihren Vorhaben zur strategischen Personalentwicklung bestärkt werden. Auf diese Weise kann Weiterbildung auf individueller Ebene mit den strategischen Zielen eines Unternehmens verknüpft werden.

Interessierte könnten den kompletten Studienbericht hier kostenfrei anfordern.

Beitragsbild: stock.adobe.com/yoshitaka