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Entlastung für Eltern: Kinderkrankengeld wird ausgeweitet

Der verlängerte Lockdown und das damit einhergehende Herunterfahren des öffentlichen Lebens stellt vor allem viele Eltern vor eine echte Herausforderung. Stichwort Kinderbetreuung: Kitas schließen, Schulen unterrichten per Distanz. Zusätzliche Kinderkrankentage sollen jetzt Abhilfe schaffen und Eltern entlasten.

Rückwirkend zum 5. Januar gilt: Die Kinderkrankentage pro Elternteil und Kind werden von zehn auf 20 erhöht, für Alleinerziehende von 20 auf 40. Gesetzlich versicherte Elternpaare oder Alleinerziehende mit zwei Kindern haben 2021 nun Anspruch auf bis zu 80 Krankentage. Bei weiteren Kindern erhöht sich der Anspruch noch einmal um zehn auf dann maximal 90 Tage. 

Wann wird Kinderkrankengeld gewährt? 

Das Kinderkrankengeld federt Lohnausfälle berufstätiger Eltern durch die häusliche Betreuung eines erkrankten Kindes ab. Aufgrund der besonderen Herausforderungen in der Corona-Pandemie wird dieser Anspruch nun ausgeweitet: Er besteht nicht nur, wenn das eigene Kind krank ist, sondern auch, wenn die Kinderbetreuung aus einem anderen Grund zu Hause erforderlich wird. Etwa weil die Schule, die Kita, oder auch die Einrichtung für Menschen mit Behinderungen pandemiebedingt geschlossen ist oder einzelne Klassen oder Kitagruppen in Quarantäne sind.

Wer ist anspruchsberechtigt?

Profitieren können von dem neuen Beschluss gesetzlich versicherte, berufstätige Eltern, die selbst Anspruch auf Krankengeld haben und deren Kind bis unter 12 Jahre alt ist. Bei Kindern, die eine Behinderung haben, greift das Kinderkrankengeld auch über das zwölfte Lebensjahr hinaus. Voraussetzung ist auch, dass es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind betreuen kann. Privatversicherte und beihilfeberechtigte Eltern müssen ihren Anspruch nach §56 Infektionsschutzgesetz (IfSG) geltend machen.

Wie hoch ist das Kinderkrankengeld?

Wie bisher beträgt das Kinderkrankengeld bis zu 90 Prozent des entfallenen Nettoarbeitslohns.

Wie wird das ganze abgewickelt?

Ist das Kind krank, muss der Betreuungsbedarf gegenüber der Krankenkasse mit einer Bescheinigung vom Arzt nachwiesen werden. Dafür wird die "Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes" ausgefüllt. Muss ein Kind aufgrund einer Schul- oder Kitaschließung zu Hause betreut werden, genügt eine Bescheinigung der jeweiligen Einrichtung.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Quelle: bundesregierung.de

 

Foto: Adobe Stock/Stockfotos-MG

 

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