Kundenservice Veranstaltungen: 02234-9894940
Kundenservice Bücher: 089-21837921
Aboservice Zeitschriften: 089-21837110

Unternehmen sollten mehr Schnuppertage und Praktikumsplätze anbieten

Wir haben drei junge Leute, die bald ins Berufs- bzw. Studienleben starten werden, befragt, wo und wie sie sich Informationen für ihre Bewerbung holen. Und wie sie die Recruitingseiten von Unternehmen ganz allgemein einschätzen. Unsere Probanden – denen wir an dieser Stelle noch einmal herzlich danken möchten – waren: Hanna, 18 Jahre, Gymnasium Q1, Vincent, 17 Jahre, Gymnasium Q2 und Nicolas, 14 Jahre, Gymnasium Klasse 8.

HRP: Wie bereitet die Schule euch auf die Berufswahl vor?

Hanna: Mit einem Potenzialcheck, einem 3-wöchigen Praktikum sowie Beratungsgesprächen, zu denen immer mal Unternehmen zu uns kommen. Meist sind die Vorträge aber zu lang.

Vincent: Training für Assessment-Center, Girls’- und Boys’Day, Berufserkundungstage und natürlich ein Praktikum.

HRP: Wie informiert ihr euch über Berufsmöglichkeiten?

Hanna: Über Eltern und Bekannte, durch die Schule, Messen und im Internet sowie den Girls’- und Boys’Day.

Vincent: Ich mache Eigenrecherche übers Internet, aber sehe mir auch Berufsmessen, Folder, Zeitschriften und Gehaltsseiten an. Letzteres ist ein nicht unwichtiges Kriterium für meine Berufswahl, aber auch für viele meiner Freunde.

HRP: Ab wann beginnt ihr euch mit dem Thema „Berufswahl“ zu beschäftigen?

Vincent: Ich habe ab der achten Klasse mit dem Potenzialcheck begonnen, ab diesem Zeitpunkt ist es auch immer wieder Thema mit den Eltern.

Hanna: Bei mir war es ab der neunten Klasse.

HRP: Auf welchen Portalen informiert ihr euch?

Vincent: Ich war bisher nur auf Azubiyo. Das Portal ist übersichtlich und gefällt mir gut. Man kann sein Profil anlegen und sich sogar von den Firmen finden lassen. Und mit dem Berufswahltest findet man seine Eignung heraus und man kann sofort sehen, ob eine Stelle zu einem passt. Außerdem gibt es Tipps für alles Mögliche: Bewerbung schreiben, Bewerbungsgespräch etc.

HRP: Würdet ihr euch über WhatsApp oder andere Messenger bewerben und darüber eure Unterlagen verschicken?

Vincent: Klares Nein. Beruf und Privates sollte man trennen.

Hanna: Auf keinen Fall. Das ist nur für Freunde und Familie.

HRP: Wie findet ihr ein Bewerbungsgespräch via Video-Call?

Hanna: In der aktuellen Situation ist das o.k. Grundsätzlich würde ich aber ein persönliches Gespräch bevorzugen.

Vincent: Zum ersten Kennenlernen finde ich das o.k. Ich würde mir danach aber schon ein persönliches Vorstellungsgespräch wünschen. So ein Video-Interview ist doch eher eine ungewohnte Situation. Live kommt man doch anders rüber.

HRP: Was können Unternehmen tun, um euch zu erreichen?

Vincent: Ich würde mir wirklich wünschen, dass die Unternehmen mehr Schnuppertage und Praktikumsplätze zur Verfügung stellen. Es wäre schön, sich mehr Eindrücke zu verschaffen, bevor man sich für ein Studium oder eine Ausbildung entscheidet. Gerne auch zu uns in die Schulen kommen und kurze (!) Vorträge halten bzw. sich vorstellen.

Hanna: Ja, kurze, knackige Vorträge fände ich auch gut.

Wir danken auch den folgenden Unternehmen für ihre Unterstützung bei unseren Tests:

Softgarden e-recruiting GmbH, pilot Hamburg GmbH & Co. KG, Persis GmbH, Scoolio GmbH, AZUBIYO GmbH

EIN KURZER MESSEPRAXISBERICHT - Von Nicolas, 14 Jahre, Klasse 8
"Nachdem ich mir meinen Gaming-PC via YouTube allein zusammengestellt und -gebaut hatte, wollte ich gerne mal einen Schnuppertag oder Berufserkundungstag irgendwo in der IT machen. Deshalb habe ich auf der Berufsmesse bei Ausstellern aus dieser Branche danach gefragt. Leider haben die sich nur für Absolventen interessiert und mich gar nicht ernst genommen.

An einem anderen Stand bin ich gleich von einem jungen Mann angesprochen worden, der so begeistert von seinem Dualen Studiengang erzählt hat, dass ich mir das auf jeden Fall näher ansehen werde. Ich konnte meine Mail-Adresse in eine Liste eintragen, damit sie mich benachrichtigen, wenn wieder der nächste Schnuppertag ansteht. Das fand ich klasse.

Ich habe auch die App von Scoolio getestet. Damit kann man seinen Schulalltag prima organisieren und Stundenplan und Hausaufgaben eintragen. Sogar die Lehrer könnten da etwas einstellen. Richtig cool fände ich das für den Vertretungsplan. Im Moment erfahren wir ja erst in der Schule, wenn Stunden ausfallen.“

Quelle: HR Performance

Das Interview mit Hanna und Vincent ist unter dem nachfolgenden Link zu finden:
http://hrperformance-online.de/was-schueler-wollen

(erschienen im Special "Nachwuchs gewinnen" zur HR Performance 3/2020)

Passende Artikel
Zeitschrift HR Performance
149,00 €

Preis für Jahresabonnement Inland