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Karliczek: Wir brauchen neue Ideen für unser gesellschaftliches Miteinander

Menschen mussten sich im Laufe der Geschichte permanent neuen Gegebenheiten anpassen - sozialen wie ökonomischen. Diese Anpassung erfolgt im Zuge Sozialer Innovationen. Es entstehen neue Modelle oder Kooperationsformen, die einen Beitrag zur Lösung der gesellschaftlichen Herausforderungen leisten. Ein allen sehr vertrautes Beispiel für eine Soziale Innovation ist der Kindergarten. Die Herausforderung war hier: Eltern müssen arbeiten, kleine Kinder brauchen Betreuung. Gegenwärtig stellt die Corona-Pandemie das gesellschaftliche Leben vor solche neuen und erheblichen Herausforderungen. Dafür können Soziale Innovationen Lösungen bieten, indem sie das gesellschaftliche Miteinander neu gestalten.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Entwicklung Sozialer Innovationen und hat dafür den Wettbewerb "Gesellschaft der Ideen - Wettbewerb für Soziale Innovationen" gestartet. Zum Beginn des Wettbewerbs erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:

"Wir Menschen haben ein natürliches Bedürfnis nach Sozialen Innovationen und wir wissen: Es gibt viele gute Ideen, wie unser gesellschaftliches Miteinander noch verbessert werden kann. Es gibt kreative Lösungen, es gibt neue Wege. Das zeigen uns vielfältige Beispiele im Umgang mit kleinen und großen Herausforderungen der Corona-Pandemie. Wir wissen aber auch, dass es oft an Zutrauen, Zeit, Unterstützung oder Partnern mangelt, um kluge Ideen umzusetzen. Mein Haus möchte deshalb dazu beitragen, gute Ideen zu verwirklichen.

Die Bedeutung Sozialer Innovationen zeigt sich gerade in Krisenzeiten wie der gegenwärtigen Pandemie besonders deutlich. Denn diese Zeiten konfrontieren uns von jetzt auf gleich sehr unvermittelt mit ungeplanten Änderungen. Wichtige Bereiche unseres Alltags und Miteinanders funktionieren plötzlich nicht mehr so, wie zuvor und brauchen neue Ansätze. Dafür gibt es in unserer Gesellschaft ein großes Potenzial und es freut mich zu sehen, wie sich Bürgerinnen und Bürger gerade neu vernetzen.

Soziale Innovationen kennen wir übrigens seit jeher, nur nehmen wir sie heute wesentlich bewusster wahr. Ob das den Klimawandel betrifft, die Migration oder den demographischen Wandel - in vielen Bereichen stehen wir vor gesellschaftlichen Herausforderungen, bei denen Soziale Innovationen gefragt sind, um sie zu bewältigen."

Im Rahmen des Wettbewerbs "Gesellschaft der Ideen" ruft das BMBF Bürgerinnen und Bürger, Institutionen, Verbände, Vereine, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Unternehmen und viele mehr dazu auf, ihre Ideen für Soziale Innovationen einzureichen. Dies ist bis zum 30. Juni unter gesellschaft-der-ideen.de möglich.

Erfahrene Coaches, die bei der Umsetzung der Projekte beraten und unterstützen, ergänzen die finanzielle Förderung der Wettbewerbsteilnehmenden durch das BMBF. Die Förderung im Rahmen der "Gesellschaft der Ideen" ist somit langfristig ausgerichtet und trägt zur nachhaltigen Etablierung der Innovationen bei.

Hintergrund

Mit dem am 6. Mai 2020 gestarteten Wettbewerb "Gesellschaft der Ideen" möchte das BMBF die Entwicklung von Sozialen Innovationen fördern, die zur Lösung von gesellschaftlichen Herausforderungen beitragen können. Der Ideenwettbewerb stellt dabei die erste von drei Phasen des Wettbewerbs dar. Nach Ablauf der Einreichungsfrist am 30. Juni 2020 haben interessierte Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, die Ideen im Hinblick auf ihre gesellschaftliche Bedeutung zu bewerten und ihre Favoriten zu benennen. Die besten 30 Projekt-Ideen werden in der folgenden Runde zu Konzepten weiterentwickelt. Anschließend werden die Konzepte mit wissenschaftlichen Partnern erprobt. Ziel des Wettbewerbs ist es, ca. fünf praxistaugliche Lösungen für konkrete gesellschaftliche Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Für die Umsetzung dieser Lösungen ist eine Anschlussfinanzierung durch das BMBF geplant.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

(Foto: AdobeStock/Gajus)

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