Kundenservice Veranstaltungen: 02234-9894940
Kundenservice Bücher: 089-21837921
Aboservice Zeitschriften: 089-21837110

Vor diesen fünf Punkten haben die Unternehmen am meisten Angst

In Zeiten von Corona sind viele Unternehmen jeglicher Größenordnung verunsichert. Man trägt die Ängste an Krisenmanager heran und sucht nach Rat. Ein Überblick über die fünf häufigsten Probleme.

1. Der Druck der eigenen Mitarbeiter

Während die Bundesregierung derzeit stark damit beschäftigt ist zu kommunizieren, was nicht mehr erlaubt ist, fehlen die konkreten Ansätze, wie es mit den Unternehmen weiter geht, denn nahezu alle haben derzeit Existenzängste und das hindert die Kreativität ungemein. Der Druck, den die eigenen Mitarbeiter aktuell auf die Unternehmen aufbauen, ist auch sehr unangenehm, in manchen Fällen wurde sogar verlangt, dass der Geschäftsführer die Bilanzen sowie den Geschäftskontostand offen kommuniziert. Da es gerade in kleinen Unternehmen oft eine sehr enge Beziehung zwischen den Chefs und den Angestellten gibt, fehlt hier oft die Distanz.

2. Forderungen und Corona

Forderungen und Corona ist auch ein Thema, welches die Betriebe stark beschäftigt. Denn auch die Unternehmen haben derzeit viele unbezahlte Rechnungen und da derzeit auf Vollstreckungsmaßnahmen verzichtet werden soll, hat man Angst, nicht mehr an sein Geld zu kommen. Ein Bauunternehmen hat auf eine Mahnung in Höhe von 13.500 Euro eine E-Mail mit dem folgenden Inhalt erhalten: "Lieber Geschäftspartner, aufgrund der aktuellen Ereignisse haben wir unseren Betrieb vorerst bis zum 19.04.2020 geschlossen, wir bitten Sie um Verständnis." 

3. Wie kommuniziert man Kurzarbeit oder Kündigung?

Zum 01.04.2020 soll es neue, arbeitgeberfreundliche Gesetze zum Thema Kurzarbeit geben. Fast alle Unternehmen befassen sich aktuell mit dem Thema, die meisten haben jedoch Angst, es umzusetzen und dem Arbeitnehmer zu eröffnen. Die Frage der Kündigung bzw Kurzarbeit steht im Raum.

4. Die Rettung durch den Corona-Kredit / Finanzamt

Tausende Firmen rufen derzeit in lauter Panik bei der NRW.Bank an und möchten schnellstmöglich einen Kredit. Da das Programm gerade erst festgelegt wurde, fehlen aber natürlich noch die konkreten Ansätze, es umzusetzen. Doch was hier unterschätzt wird, ist die Tatsache, dass manche Unternehmen bereits in wenigen Wochen ihre Reserven verbraucht haben. Gerade bei Unternehmer-Ehepaaren oder Familien-Unternehmen ist der Druck groß, da alle Geschäftsführergehälter in Gefahr sind. Viele regen sich auch auf, dass innerhalb von drei Stunden festgelegt werden kann, dass es zu Grenzschließungen kommt und die Abläufe der Kredite können nicht schnell koordiniert werden. Man hat oft Angst, dass es zu langen Wartezeiten bei den Bankterminen kommt und der Corona-Kredit-Topf begrenzt ist. Zeitgleich haben fast alle Unternehmen Kontakt zum Steuerberater gesucht, der das zuständige Finanzamt über die aktuelle Situation in Form eines Härteantrags informieren soll.

5. Wie geht es weiter?

Ob es um die Kunden geht, die aktuell abspringen oder auch um die Produkte, die im Sommer, Herbst und im Winter geplant waren - alles ist ungewiss. Viele Unternehmer überlegen auch, die Mietverträge des Unternehmens zu kündigen, um die Fixkosten zu sparen. Laut der Aussage vieler Unternehmen wollen viele betrieblich aufgeben, sobald die Ausnahmesituation bis in den Mai verlängert wird. Andere wollen dann die gesamten Mitarbeiter kündigen und sich krank melden, damit man vorerst vom Krankengeld leben kann.

Quelle: David Rölleke, Krisenmanager

(Foto: AdobeStock/Jenny Sturm)

Passende Artikel
Zeitschrift HR Performance
149,00 €

Preis für Jahresabonnement Inland