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Die Klinsmann-Flucht: 6 Tipps, wie Sie als Unternehmen schlechte Neuigkeiten gut kommunizieren

Es ist der Alptraum für jeden Arbeitgeber: ein neuer Trainer / Geschäftsführer, wie in diesem Fall Jürgen Klinsmann tritt seinen Dienst an und verkündet erstmal, dass das Unternehmen, in diesem Fall Hertha BSC, bald zur Weltspitze gehört. Fans, Anleger, Sponsoren und Investoren sind plötzlich bereit noch mehr zu geben, da die Euphorie gerade sehr groß ist. Im Fall Hertha sind es die Fans, die plötzlich die teuren Dauerkarten kaufen und in Unternehmen sind es zum Teil die Anleger, die sich plötzlich stark vermehren. Denn es ist klar: Es geht nach oben und da will jeder mit. 

- doch aus einer Mettwurst macht man kein Marzipan -

Und das ist im Fall Hertha BSC nicht ansatzweise böse gemeint, es geht nur um die Voraussetzungen, welche in Zahlen und Fakten vorhanden sind. Es muss ja jedem klar sein, dass es unmöglich ist, aus der Hertha bis zum Sommer den neuen FC Bayern München zu formen. Genauso unmöglich ist es mit einem Start-up plötzlich einen Weltmarktführer zu verdrängen.

- weniger ist manchmal mehr - 

Sollte es in Ihrem Unternehmen allerdings einmal zu einem ähnlichen Fall kommen, dass Sie plötzlich vor dem Scherbenhaufen stehen und Rede und Antwort stehen müssen, gibt es Punkte, die Sie beachten müssen, um nicht das Gesicht zu verlieren. Der Krisen- und Kommunikationsberater David Rölleke hat dafür sechs Tipps parat:

1. Erstellen Sie einen IST-Zustand und runden Sie nicht auch nur 1 Prozent auf. 

2. Finden Sie heraus, was Sie falsch gemacht haben und kommunizieren Sie dieses konkret. Sollten jedoch externe Faktoren schuld sein, haben Sie keine Angst das zu kommunizieren.

3. Entschuldigen Sie sich, wenn Sie verantwortlich für Fehler waren und das bitte glaubhaft. Sie können hier bei einem kleinem Unternehmen das persönliche Gespräch suchen oder bei einem Großkonzern eine Pressekonferenz ansetzen, eine Pressemitteilung veröffentlichen oder Sie schreiben einen persönlichen Brief und senden diesen an die wichtigen Kunden, Anleger sowie eventuell an die betroffenen Mitarbeiter.

4. Gehen Sie auf die grüne Wiese und überdenken Sie Ihren Unternehmensaufbau und überlegen Sie, ob Sie es heute nochmal genau so machen würden und handeln Sie.

5. Legen Sie einen Plan für die nächsten zwölf Monate an und unterlassen Sie hierbei große Ankündigungen, sondern kommunizieren Sie bodenständige, realistische Ziele.

6. Gehen Sie in die Umsetzung und haben hier keine Angst Fehler zu machen - denn: nun haben Sie die alten Kapitel hinter sich gelassen und wieder Rückenwind. Auch wenn sich ein Teil von Ihnen angewandt hat, haben Sie jetzt das richtige Team an Ihrer Seite um neu anzufangen.

Quelle: Rölleke Medien

(Foto: AdobeStock/Pixel-Shot)