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Herausforderung Gesundheitsmanagement

Beim Thema Coronavirus spüren wir, wie klein unsere Welt geworden ist. Früher haben wir über den Spruch „Wen interessiert es, wenn in China ein Sack Reis umfällt!“, gelächelt. Heute löst ein mit bloßem Auge nicht sichtbares Virus weltweit Angst aus. Noch haben wir keine Pandemie. Es herrscht eher eine „Infodemie“. Je schlechter die staatliche Informationspolitik, desto mehr wuchern die Gerüchte und plötzlich erleben wir Rassismus gegen Asiaten. In Frankreich schreiben unter dem Hashtag #jenesuispasunvirus Hunderte über ihre Erfahrungen mit den Ressentiments seit dem Ausbruch des Coronavirus. Andernorts meiden Menschen chinesische Produkte und Restaurants.

Tatsächlich deutet nichts darauf hin, dass die Epidemie global außer Kontrolle gerät. Die Verantwortlichen in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und in den Unternehmen sind aufgerufen, durch Information, Aufklärung und konkrete Maßnahmen jeglicher Hysterie das Wasser abzugraben. Nach verlässlichen Zahlen gehen Wissenschaftler davon aus, dass 2017/2018 allein in Deutschland 25.000 Menschen an den Folgen der klassischen Influenza gestorben sind. Trotz dieser erschreckenden Zahl ging kein Gesundheitsruck durch dieses Land.

HR braucht Lösungen

In den global tätigen Unternehmen stehen die Personalverantwortlichen heute vor vielen Herausforderungen. Kann man noch Mitarbeiter in betroffene Regionen entsenden? Müssen Evakuierungen aus den betroffenen Regionen erfolgen? Der Schutz und die Fürsorge für die Mitarbeiter und ihre Angehörigen stehen an erster Stelle. Wenn Autowerkstätten sich weigern, Autos von Webasto-Mitarbeitern zu reparieren, ist HR gefordert. Welche Autowerkstatt hat schon mal die Reparatur der Autos von Grippekranken abgelehnt? Aufklärung tut Not und es müssen Maßnahmen ergriffen werden! Wie steht es um allgemeine Mitarbeiterinformationen und Plakate, wenn es um gesundheitliche Themen geht? Wie verhalte ich mich bei Husten und Niesen? Wie sieht es aus mit der Bereitstellung von Spendern mit Handdesinfektionsmitteln? Es ist erwiesen, dass sich damit Influenza-, Schnupfen- und Noroviren-Übertragungen eindämmen lassen. Unternehmen müssen nicht erst auf Fördermittel aus den Ministerien warten. Auf den Personalmessen füllt das Thema „Gesundheitsmanagement“ seit Jahren Hallen. Natürlich helfen Obstkörbe und Massagen. Aber das reicht nicht, wie wir heute sehen. Hygiene, Gesundheit und Ernährung sind heute sehr wohl wirtschaftlich relevant.

Gesundheitsmanagement geht uns alle an. Angst ist ein schlechter Berater. Regierungen, internationale Einrichtungen, Wissenschaftler und Unternehmen kooperieren weltweit. Es gibt keinen Grund für Ängste. Jeder kann sehr schnell auch Betroffener sein. Gesundheitsmanagement sollte für die Personalabteilung zukünftig mehr als nur ein Lippenbekenntnis sein. Aus dem wirtschaftlichen Schaden sollten wir lernen. Er kann immens sein und trifft uns alle. Information und konkrete Prävention sind allemal billiger. Und wenn es nur um die Anschaffung von Handdesinfektionsspendern geht.

 

Autor: Franz Langecker

 

Teaserbild: Pixabay