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Arbeitgeber: Die meisten DAX-30 können Kritik

Aktuelle kununu Analyse zeigt: Die DAX-30 gehen deutlich aktiver mit Arbeitgeberbewertungen um als das Gros der deutschen Unternehmen

Die DAX-30 werden ihrer Vorbildfunktion als Arbeitgeber in weiten Teilen gerecht: Die Unternehmen des wichtigsten deutschen Börsenindex erhalten von ihren Mitarbeitern und Bewerbern deutlich bessere Bewertungen als andere Unternehmen ihrer jeweiligen Branche. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse, für die Europas führende Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu insgesamt 33.724 Arbeitgeberbewertungen von DAX-30-Mitarbeitern und Bewerbernausgewertet hat.Spitzenreiter im DAX-internen Arbeitgeberranking sind Daimler (kununu Score 4,36 von 5 möglichen Punkten) und SAP (4,24), die beide als einzige Unternehmen auf einen durchschnittlichen Score von über 4 Punkten kommen. Auf den weiteren Plätzen folgen BMW (3,92) auf dem dritten Platz sowie Covestro und Bayer (jeweils 3,91). 

Im jeweiligen Branchenvergleich deutlich besser als der Durchschnitt

Da Arbeitgeber oft auf Basis unterschiedlicher branchenüblicher Standards – darunter Tarifgehälter oder Arbeitsbedingungen – bewertet werden, lohnt sich ein Blick auf den spezifischen Branchenvergleich der einzelnen DAX-30-Mitglieder. Auch hier schneiden die großen deutschen Unternehmen besser ab als andere Firmen. Insgesamt liegt jedes dritte DAX-Unternehmen auf der typischen kununu Skala mehr als 0,5 Punkte über dem jeweiligen Branchendurchschnitt. Mit großem Abstand setzt sich im Vergleich zu seiner spezifischen Branche Daimler von anderen Arbeitgebern der Automobilsparte ab: Der Stuttgarter Arbeitgeber überschreitet den Branchendurchschnitt um 1,26 Punkte. Auch Bayer hängt den Arbeitgeberwettbewerb der eigenen Branche um 0,92 Punkte deutlich ab. 

Große Spreizung bei den Arbeitgebern aus dem DAX-30

Größe und Bekanntheit führen nicht automatisch zu guten Mitarbeiter-Noten: Am Tabellenende der DAX-30 Arbeitgeber steht der Immobilienkonzern Vonovia mit dem deutlich unterdurchschnittlichen Wert von 3,02 sowie der Zahlungsdienstleister Wirecard und die Deutsche Post DHL (jeweils 3,14). Die Branchen- und Unternehmensgrößen übergreifende Durchschnittsbewertung auf kununu liegt aktuell bei 3,38. Was die Weiterempfehlungsrate betrifft, liegt SAP mit einer Zustimmungsrate von 96% an der Spitze, gefolgt von Volkswagen (87%) und Infineon (87%). Am Tabellenende indes stehen die Deutsche Post (53%) sowie Vonovia (46%). 

Aktives Eingehen auf Kritik

Darüber hinaus zeigen sich DAX-30-Unternehmen deutlich dialogorientierter als die Mehrheit der Arbeitgeber in Deutschland. Während jedes dritte DAX-Unternehmen regelmäßig auf Kritik oder Lob seiner Mitarbeiter antwortet und ein weiteres Drittel dies immerhin ab und zu tut, sind es über alle Unternehmensgrößen hinweg gerade einmal ein Prozent aller Arbeitgeber. Im transparenten und öffentlich geführten Dialog mit Mitarbeitern und Bewerbern offenbart sich nicht nur der Umgang mit Kritik, sondern eben auch die Fähigkeit Feedback aufzunehmen und sich darüber letztlich als Arbeitgeber zu entwickeln. Dies haben zehn der 30 DAX-Unternehmen erkannt. Sie antworten regelmäßig auf Bewertungen. Weit vorne in dieser Hinsicht: Volkswagen, wo die Personalabteilung 38,3% aller Bewertungen aktiv beantwortet. Auch Vonovia (36,5%) und Wirecard (36%) kommen auf ähnliche Werte. Covestro bringt es auf einen Anteil von 30,3%. Allerdings sind nicht alle untersuchten Arbeitgeber derart dialogorientiert. Denn ein Drittel der DAX-Unternehmen hält es wie der Großteil aller Arbeitgeber in Deutschland und verweigert seinen Mitarbeitern und Bewerbern jede Antwort auf deren Feedback.

Schlüssel für wettbewerbsorientiertes Employer Branding

„Unternehmen bietet die vergleichende Analyse von kununu Bewertungen hervorragende Anhaltspunkte für ein wettbewerbsorientiertes Employer Branding", so Moritz Kothe, CEO von kununu. Schon jetzt nutzt jeder zweite Bewerber die Plattform, um sich über Arbeitgeber und deren Leistungen zu informieren. „Im sichtbaren Umgang mit Mitarbeiter-Feedback liegt deshalb ein wichtiger Schlüssel für eine zeitgemäße Positionierung von Arbeitgebern. Arbeitgebermarken entstehen heute im sichtbaren Dialog“,sagt Kothe.

Foto: pathdoc/Fotolia

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