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4 Tipps für Personaler um die Employee Experience zu steigern

Optimierung der Arbeitsumgebung bringt Unternehmen große Vorteile / Personal und IT müssen enger zusammenarbeiten

Deutsche Führungskräfte sind überzeugt: Wer es schafft, die „Employee Experience“ zu verbessern, der hat unter anderem engagiertere (41%) und treuere (29%) Mitarbeiter und kann sich über steigende Produktivität (37%) und schlussendlich Kundenzufriedenheit (38%) freuen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage* von Intelligent Workspace-Spezialist Citrix.

Kein Wunder also, dass angesichts dieser erwarteten betriebswirtschaftlichen Vorteile das Wohl der Mitarbeiter in den Fokus der Führungsebene rückt. Aber: diese erreichen Unternehmen nur, wenn Personalabteilungen besser mit den IT-Kollegen zusammenarbeiten. Schließlich sind beide Abteilungen signifikant für die Employee Experience verantwortlich. Wie das funktionieren kann und was besonders Personaler tun können, um diese Zusammenarbeit zu forcieren? Oliver Ebel, Area Vice President Central Europe bei Citrix, hat vier Tipps.

1. Bestehende Verbindungen nutzen

HR und IT arbeiten bereits in mehr als zwei Drittel (73%) der Unternehmen bei Projekten der digitalen Transformation-Projekte zusammen. Es ist also nicht so, als gäbe es die Verknüpfung zwischen beiden Abteilungen nicht schon. Nun gilt es, diese bereits bestehenden Verbindungen auszubauen und sich in beiden Abteilungen gleichermaßen verstärkt dem Fokusthema Employee Experience zu widmen. Oft gibt es hier sogar bereits ganz klare Schnittstellen: So suchen in 67 Prozent der Unternehmen HR-Profis etwa die Arbeitsplatz-IT mit aus. Das Design des Arbeitsplatzes haben 43 Prozent der Unternehmen als zentralen Faktor für eine gute Employee Experience ausgemacht. Andersherum gaben zwei Drittel (67%) der Befragten an, dass die Steigerung der Employee Experience auch explizites Ziel der IT-Abteilung ist. Hier bieten sich also durchaus Möglichkeiten, Task Forces zu bilden, um den Arbeitsplatz und die technischen Arbeitsbedingungen so angenehm wie möglich zu gestalten.

2. Hürden beseitigen

Gefragt nach den aktuell bestehenden Herausforderungen für eine bessere Zusammenarbeit antworten HR- und IT-Abteilung, dass andere Prioritäten (34%), Zeitknappheit (30%), fehlende gemeinsame Ziele (27%) oder auch ein Mangel an Budget (26%) häufig der Grund sind, warum die Verwirklichung einer besseren Employee Experience gebremst wird oder gar scheitert. Diese Hürden gilt es schnell zu überbrücken: 79 Prozent der Befragten sind sich einig, dass Unternehmen eine Verpflichtung ihren Mitarbeitern gegenüber haben, dass Unternehmens-IT und Prozesse den Mitarbeitern auch guttun. Gleichzeitig sollten beide Abteilungen aber auch von höchster Stelle verpflichtet werden, zusammen zu arbeiten und die Gestaltung einer positiven Arbeitsumgebung voranzutreiben – die zu erwartenden betriebswirtschaftlichen Vorteile rechtfertigen das allemal. Schon mehr als zwei Drittel (69%) der Unternehmen stellen etwa sicher, dass die IT-Abteilung mit den Zielen der HR in Bezug auf Employee Engagement vertraut ist. Klar definierte Prioritäten und gemeinsame Zielvereinbarungen sind hier ein sinnvoller erster Schritt, um die genannten Hürden zumindest deutlich zu verringern.

3. Profis mit IT- und HR-Erfahrung anheuern.

Zusammenarbeit funktioniert am besten, wenn das jeweilige Gegenüber auf möglichst vielen Ebenen möglichst viel Verständnis mitbringt – das zeigt die Erfahrung in allen Lebensbereichen. Das wird auch in der Citrix-Umfrage deutlich. Dementsprechend sollte laut der Befragten der IT-Leiter von Morgen eine Person sein, die sich auch mit HR-nahen Themen wie Mitarbeiterengagement und Wellbeing gut auskennt (78%) während der Personalchef von morgen sich mit Technik auskennen (74%) sollte. Personalleiter versuchen an dieser Stelle bereits ihre Recruiting-Strategien entsprechend anzupassen: Mehr als die Hälfte (53%) der deutschen Unternehmen hat Experten eingestellt, die Erfahrung in der HR und der IT-Welt haben. Das Ziel ist klar definiert: diese Experten sollen Brücken zwischen beiden Abteilungen bauen und ihre Unternehmen in Bezug auf die Employee Experience hin zukunftsfähig aufstellen.

4. Interne Weiterbildungen für HR- und IT-Profis

Sicherlich ist es ein Weg, Experten mit Kenntnissen und Erfahrungen in beiden Unternehmensbereichen einzustellen. Hier sollten sich Personaler aber unbedingt auch Gedanken darüber machen, wie sie mit der bestehenden Belegschaft Fortschritte machen kann: Trainings, Fortbildungen und Zeit für Weiterbildungen sind hier nur einige Möglichkeiten, das Verständnis der Abteilungen untereinander zu intensivieren. Oder wie wäre es denn einmal mit einem internen Austauschprogramm zwischen Personal- und IT-Abteilung? Das hilft nicht nur dem gegenseitigen Verständnis, sondern kann sicherlich auch zur Verbesserung der ganz persönlichen Employee Experience der Mitarbeiter in HR- und IT-Abteilung beitragen, wenn sie auch Einblicke in andere Unternehmensbereiche bekommen und ihren Horizont erweitern können.

HR in der Pflicht, IT als Hauptpartner

Employee Experience ist eine große Aufgabe. Es geht darum, sich in die Mitarbeiter hineinzuversetzen, um für sie und gemeinsam mit ihnen die besten Bedingungen zu schaffen. Die meisten Befragten sehen diese Aufgabe bei der Personalabteilung verortet (81%). Da aber Informationen, Daten und Technik generell so eine große Rolle in der heutigen Arbeitswelt spielen, ist auch die IT gefragt. Nachdem die Optimierung der Customer Experience jahrelang das bestimmende Thema in den Chefetagen war, sind nun sind die Mitarbeiter an der Reihe: Eine Top-Priorität für Entscheidungsträger im Jahr 2019 ist die Verbesserung der tagtäglichen Arbeitsabläufe, mit dem Ziel einer engagierteren und produktiveren Belegschaft. Dieses Ziel lässt sich nur dann erreichen, wenn HR und IT eng zusammenarbeiten. CEOs müssen einer hervorragenden Employee Experience den Weg ebnen, Silos einreißen und gemeinsam mit den CHRO und CIO für top-engagierte Mitarbeiter sorgen.

 

* Für die Studie wurde Führungspersonal mit Personalverantwortung befragt. Die Befragung wurde durchgeführt von The Economist Intelligence Unit (EIU) mit Citrix Systems, Inc. als Sponsor. In Europa wurden insgesamt fünf Länder (Frankreich, Deutschland, Niederlande, Polen, United Kingdom) untersucht.

Quelle: Citrix
(Foto: WrightStudio/ Fotolia)

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