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Droht eine Kluft am Arbeitsmarkt?

Studierende der Generation Z und Y unterscheiden sich in ihren Vorstellungen von ihrem zukünftigen Job und ihren Karrierewünschen. So ist eine ausgewogene Work-Life-Balance das Top-Karriereziel für Studierende der Generation Y (geboren zwischen 1981 und 1996), oft als Millennials bezeichnet. Bei Studierenden der Generation Z (geboren ab 1997) steht dagegen ein sicherer und beständiger Job an erster Stelle. Auch in den Eigenschaften, die Arbeitgeber attraktiv machen, unterscheiden sich die beiden Generationen. Das sind Ergebnisse des Universum Student Survey 2019 der Employer-Branding-Beratung Universum. Insgesamt 46.904 Studierende verschiedener Fachrichtungen haben an der jährlichen Umfrage teilgenommen. 

„Die Ergebnisse des Student Survey 2019 deuten darauf hin, dass sich zukünftige Angestellte in ihren Vorstellungen und Erwartungen durchaus unterscheiden, je nachdem zu welcher Generation sie gehören. Inwiefern sich daraus wirklich eine Kluft mit Konfliktpotenzial für die Zusammenarbeit entwickelt, bleibt abzuwarten. Für Unternehmen sind diese Ergebnisse spannend, um Talente besser zu verstehen und gezielt mit den passenden Inhalten anzusprechen“, erläutert Tina Smetana, Country-Managerin Deutschland von Universum.

Work-Life-Balance für studierende IT-Millennials besonders wichtig

Eine ausgewogene Work-Life-Balance ist generationsübergreifend für alle Studierenden ein wichtiges langfristiges Karriereziel. Für Studierende, die zu den Millennials gehören, steht sie allerdings an erster Stelle. Besonders großen Wert darauf legen die angehenden ITler dieser Generation: Für 60 Prozent von ihnen gehört die Balance zwischen „Work“ und „Life“ zu den drei wichtigsten langfristigen Karrierezielen. Für ihre Mitstudierenden der Generation Z trifft das nur auf 49 Prozent zu. Noch größer ist der Unterschied bei den angehenden Ingenieuren: 56 Prozent der Millennials legen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, aber nur 44 Prozent der Generation Z. Bei den angehenden Wirtschaftswissenschaftlern sind es 58 Prozent der Millennials im Gegensatz zu 48 Prozent ihrer Mitstudierenden der Generation Z. 

Angehende Wirtschaftswissenschaftler der Generation Z streben vor allem nach Führungsposition 

Fachübergreifend ist ein sicherer und beständiger Job das Top-Karriereziel der Studierenden der Generation Z. Work-Life-Balance ist dennoch wichtig, sie liegt auf Platz 2. Etwas anders sieht es in dieser Generation bei den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften aus. Sie möchten in erster Linie Führungskraft mit leitender Funktion sein: 51 Prozent der angehenden Wirtschaftswissenschaftler der Generation Z geben dies als eines ihrer drei wichtigsten langfristigen Karriereziele an. Bei den Millennials in diesem Fachbereich wollen lediglich 43 Prozent Mitarbeiter führen. 

Generation Z will hohes Einkommen in der Zukunft 

Einig sind sich beide Generationen fachübergreifend, dass Unternehmen vor allem mit der Aussicht auf ein hohes Einkommen in der Zukunft und einem attraktiven Grundgehalt bei ihnen punkten können. Allerdings wird die Rangliste an Eigenschaften, die einen attraktiven Arbeitgeber ausmachen, bei der Generation Z in allen drei Fachbereichen von einem hohen Einkommen in der Zukunft angeführt. Ein attraktives Grundgehalt folgt an zweiter Stelle. Bei den Millennials ist es genau umgekehrt: Sie schätzen in erster Linie ein attraktives Grundgehalt, gefolgt von einem hohen Einkommen in der Zukunft. 

Infografik-Student-Survey-2019-Gen-Y-und-Z

Flexible Arbeitsbedingungen für Millennials attraktiver als für Generation Z

Ein Blick auf die einzelnen Fachbereiche zeigt überraschende Unterschiede bei verschiedenen Eigenschaften, die Unternehmen attraktiv machen. So fühlen sich angehende Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure der Generation Z mehr als die Millennials in diesen Fachbereichen von der Möglichkeit angezogen, Führungsaufgaben zu übernehmen. Diese Eigenschaft liegt bei der Generation Z auf Platz 3 bzw. 4 der Rangliste, im Gegensatz zu Platz 10 bei den Millennials. 

Flexible Arbeitsbedingungen sind mit Platz 8 fester Bestandteil der Top Ten der attraktivsten Arbeitgebereigenschaften für die studierenden Millennials im Bereich Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurwesen. Für die Generation Z in diesen beiden Fachbereichen liegen sie dagegen nur auf Platz 16 bzw. 19.

Unternehmen, die zukünftige Weiterbildung fördern, sind für Millennials im Fachbereich IT wesentlich interessanter (Platz 8) als für die Generation Z in diesem Fachbereich (Platz 15). Wenig überraschend sind Arbeitgeber, die Work-Life-Balance fördern, besonders für studierende Millennials der Wirtschaftswissenschaften und der IT attraktiv. In beiden Fachbereichen liegt sie auf Platz 6 der Wunschliste, dagegen nur auf Platz 18 bzw. 19 der Generation Z.

 

Über den Universum Student Survey 2019 in Deutschland

Für den Universum Student Survey 2019 wurden zwischen Oktober 2018 und April 2019 insgesamt 46.904 Studierende an 209 Hochschulen in Deutschland befragt. Auf dieser Basis erstellte Universum die Arbeitgeberrankings für verschiedene Studienrichtungen: Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen, IT/Informatik, Naturwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften und Medizin/Gesundheitswissenschaften. Die Befragten gaben unter anderem Auskunft dazu, bei welchen Unternehmen sie gerne arbeiten möchten, nach welchen Kriterien sie Arbeitgeber bewerten, welche Gehaltsvorstellungen sie haben und welche langfristigen Karriereziele sie verfolgen. 

(Foto: contrastwerkstatt/ Fotolia)

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