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Norddeutsche HR-Branche treibt agile Transformation voran

Am 08. Mai ging die Zukunft Personal Nord 2019 mit Besucherzahlen auf hohem Vorjahresniveau (4.298) in der Hamburg Messe und Congress zu Ende. Im Mittelpunkt der Fachmesse rund um das Thema Personal stand die Frage, inwiefern HR Manager die digitale Transformation in Unternehmen aktiv vorantreiben.

Ralf Hocke, CEO von Veranstalter spring Messe Management, zog eine positive Resonanz: „Mit über 170 Vorträgen und Diskussionsrunden sowie 261 Ausstellern hat die Zukunft Personal Nord erneut ihre herausragende Bedeutung für die HR Community in Norddeutschland unterstrichen. Das Feedback von Ausstellern und Besuchern ist überaus erfreulich.“ So hätten die Besucher insbesondere die Innovationsstärke im Recruiting-Bereich, der nach wie vor zu den wachstumsstärksten Segmenten der HR-Branche gehört, hervorgehoben, während die Aussteller die gestiegene Besucherqualität betonten, erläuterte Hocke.

David Hasselhoff und Captain Picard als Vordenker der Digitalisierung

Die Spotlightfrage „Sind Sie Treiber der agilen Transformation?“ zog sich wie ein roter Faden durch das Vortragsprogramm. Keynote Speaker Felix Thönnessen ermunterte dabei zu einem Blick in die Vergangenheit und zeigte, dass eine Reihe von digitalen Entwicklungen bereits in den 80er und frühen 90er Jahren von kreativ vordenkenden Serienproduzenten erfunden wurden: „David Hasselhoff besitzt das autonom fahrende Auto „K.I.T.T.“ in Knight Rider und Captain Picard vom Raumschiff Enterprise nutzt ein Tablet, um die Funktionen des Schiffes zu überprüfen“. Anhand dieser Beispiele erläuterte er, dass die Herausforderungen heutzutage weniger darin lägen, Produkte aus der Vergangenheit weiter zu entwickeln, sondern dass es vielmehr darauf ankäme, Geschäftsmodelle dorthin zu lenken, wo morgen die Nachfrage sein wird. Dementsprechend müsse auch das HR Management seine Mitarbeiterauswahl und -weiterentwicklung ausrichten, forderte Deutschlands bekanntester Startup Coach.

Mit Agilität fit für die digital transformierte Geschäftswelt

Als Coaches müssen zunehmend auch Führungskräfte agieren, um ihre Mitarbeiter und damit das Unternehmen fit zu machen für die digital transformierte Geschäftswelt. Dass agile Methoden und Tools dafür wichtige Voraussetzungen schaffen, zeigte sich im erstmals auf der Zukunft Personal Nord veranstalteten Format „Meetup“: Agiles Arbeiten ermöglicht Netzwerkbildung über Abteilungsgrenzen hinaus und schafft damit vielfältige Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten, lautete das Fazit aus dem Panel „Agile meets HR“ am zweiten Messetag.

Learnings für Führungskräfte und Mitarbeiter

Input für Führungskräfte liefern auch Spiele, erläuterte Lars Richter vom Blog work.rocks bei „Meet the Blogger“: „Bei einem Spiel liegt der Fokus auf dem Weg zum Ziel. Diesen Ansatz sollten auch Unternehmen deutlich stärker berücksichtigen“, forderte Richter. „Führungskräfte geben als Ziel den Berggipfel vor und glauben, der Weg dorthin könnte mit dem Helikopter zurückgelegt werden. Über die Anstrengungen der Mitarbeiter, die den Berg tatsächlich aus eigener Kraft erklimmen müssen, wissen die Vorgesetzten meistens nichts. Das führt zu falschen Erwartungen und Frust auf beiden Seiten“, so Richter weiter. Ergänzend dazu beschrieb Carolin Habekost, Agile Beraterin bei Kurswechsel Unternehmensberatung, in ihrem „Ten Talk“ Wege zu einer agilen Organisation, in der sich die Mitarbeiter selbstorganisiert weiterbilden können.

Employee Experience im Mittelpunkt

Mehr Eigenverantwortung zieht oft eine höhere Arbeitsbelastung nach sich. Umso mehr gewinnt das Betriebliche Gesundheitsmanagement gerade in Zeiten von New Work an Bedeutung für die Employee Experience, wie das große Interesse der Fachbesucher am Sonderbereich „Corporate Health“ unterstrich. Vor allem praktische Handlungsempfehlungen zur Burnout-Prophylaxe und psychischen Gesunderhaltung wurden stark nachgefragt.
Ein aktives Gesundheitsmanagement entspricht auch den Erwartungen der Generation Y. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels rücken die Vorstellungen der Generation Y immer deutlicher in den Mittelpunkt des Recruiting-Prozesses. Ines Timm vom Schichtwechselblog präsentierte daher zehn Thesen rund um die Arbeitswelt der Zukunft aus der Sicht dieser Zielgruppe. „Unternehmen müssen Bewerbern mehr bieten als nur einen Arbeitsplatz. Die Generation Y möchte einer sinnstiftenden Tätigkeit nachgehen. Zudem brauchen wir gerade in Deutschland eine stärkere Fehlerkultur, die von der Akzeptanz von Scheitern und Quereinstiegen sowie einer Offenheit für Veränderungen geprägt ist. Die Generation Y treibt diese Prozesse voran“, beschreibt Timm die ihrer Einschätzung nach wichtigsten Faktoren.
 
Die nächste Zukunft Personal Nord findet vom 21. bis 22. April 2020 statt.

Quelle: spring Messe Management GmbH
(Foto: Rawpixel.com/Fotolia)

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