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HR-Software und Mitarbeiter-Apps

Mit unserem Experiment „HR-Blogs meet HR Performance“ schlagen wir eine Brücke zwischen „print“
und „online“ und nutzen die Synergien beider Kommunikationswege. Dieses Mal haben wir Blogger zu
den Themen „HR-Software“ und „HR-Apps“ befragt.

HR-Software sollte auch für Mitarbeiter nutzerfreundlich sein

Die Nutzerfreundlichkeit von HR-Software wird häufig vernachlässigt, dabei steigert sie die Produktivität, die Zufriedenheit
und das Image. Arbeitnehmer stellen an die Software ihres Arbeitgebers die gleichen Anforderungen, wie sie sie von ihren
privaten Smartphone-Apps kennen.

Jede HR-Software hat ihr eigenes Konzept. Doch wirklich bewährt haben sich die folgenden Best-Practice-Beispiele:

Einfache Navigation
• Klar strukturiertes Hauptmenü mit aussagekräftigen Bezeichnungen.
• Suchfunktion, um ohne Zwischenschritte zu einem Bereich zu springen.
• Tab-Navigation („Reiter“), um schnell zwischen einzelnen Bereichen umschalten zu können, statt im Browser vor- und zurückspringen zu müssen.

Nutzer-Dashboard
• Ein sogenanntes „Dashboard“ auf der Startseite enthält Direktlinks zu allen Funktionen, die der Nutzer täglich oder regelmäßig braucht. Dadurch kommt er mit einem Klick zu allen wichtigen Bereichen.
• Weniger wichtige oder selten genutzte Funktionen können auf Unterseiten „versteckt“ beziehungsweise über das Menü erreicht werden.

Personalisierung
• Rollenbasiertes Zugangsmodell: Nur Funktionen anbieten, die für die jeweilige Rolle (Mitarbeiter, Teamleiter, Abteilungsleiter, etc.) erforderlich sind. Nicht genutzte Funktionen ausblenden.
• Jeder Nutzer kann sich sein Dashboard selbst anpassen und dort Funktionen verlinken, die er oft braucht.

Klare und konsistente Gestaltung
• Leicht zu lesenden Texte und große Schaltflächen.
• Buttons und Menüs befinden sich immer an der gleichen Stelle und sind durchgängig gleich benannt.
• Farben, Formen und Grafiken oder Icons verdeutlichen die einzelnen Funktionen.

Zugang über Mobilgeräte
• Das Layout der Software passt sich an die jeweilige Displaygröße des verwendeten Geräts an (Responsive Design).
• Alle Elemente sind auch auf kleinen Bildschirmen gut zu erkennen und per Touch (Tippen mit dem Finger) zu bedienen.
• Die Software ist auch von zuhause oder unterwegs über das Internet erreichbar, nicht nur über das Intranet des Unternehmens.
• Die Software lädt über eine mobile Datenverbindung ausreichend schnell.

Ist Ihre HR-Software nutzerfreundlich? Fragen Sie die Nutzer!

Blog: https://www.personio.de/

Maria-BullerDie Bloggerin: MARINA BULLER ist Content Marketing Managerin bei Personio und hat sich ganz HR- und Recruiting-Themen
verschrieben. Bereits nach ihrem Master-Studium sammelte sie HR Insights bei XING und lässt diese Erfahrungen nun in ihre
Texte einfließen.

 

 

 

 

 

HR-Software: Komplettlösung oder Best-of-Breed? Das ist hier die Frage!

Was ist besser? Eine Best-of-Breed-Lösung, die sich aus den Tools verschiedener Hersteller zusammensetzt? Oder doch die All-in-One-Lösung eines einzigen Anbieters?

Vorteile einer Komplettlösung:
• Komplettlösungen sind so ausgestattet, dass sie alle Anwender-Bedürfnisse in den verschiedensten HR-Bereichen vollumfänglich abdecken.
• Prozesse können innerhalb einer Komplettlösung schnellund nahtlos gemanagt werden.
• Die Usability ist bei Komplettlösungen deutlich erhöht
• Der Kauf einer integrierten HR-Software ist in der Regel kostengünstiger.
• All-in-One-Systeme aktualisieren sich automatisch. Der Anwender verfügt somit über eine Software, die stets auf der Höhe der Zeit ist.

Nachteile einer Komplettlösung:
• Manchmal bilden die einzelnen Module die Anwendungsszenarien nicht ganz exakt ab. Das ist vor allem in sehr spezialisierten Nischenbereichen der Fall, in denen hochspezifische Prozesse gemanagt werden müssen.
• Manche Komplettlösungen müssen in solchen Fällen durch eine zusätzliche Software ergänzt werden, die die benötigten Funktionen beinhaltet.
• Manche All-in-One-Anwendungen lassen sich schlecht mit den Systemen anderer Hersteller kombinieren. Der Datenaustausch mit den Softwarelösungen anderer Anbieter funktioniert bisweilen nicht perfekt.

Vorteile von Best-of-Breed-Lösungen:
• Die Nutzung der Module verschiedener Hersteller lässt eine präzise Auswahl der Funktionen zu, die exakt zu den Bedürfnissen
eines Anwenders passt.
• Anwenderunternehmen kaufen sich keine überflüssigen Funktionen ein. Sie erhalten nur die Anwendungen, die sie auch wirklich brauchen. Das kann zu einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis führen.
• Best-of-Breed-Lösungen zeichnen sich durch eine hohe Skalierbarkeit aus. Das heißt, sie sind praktisch unbegrenzt erweiter- oder anpassbar.
• Ändern sich die Anwender-Bedürfnisse, lassen sich bei einer Best-of-Breed-Lösung einzelne Module austauschen oder ergänzen.
• Mehrere Plattformen von unterschiedlichen Herstellern geben global arbeitenden Unternehmen die Möglichkeit, auf die lokalen Bedürfnisse einzelner Standorte einzugehen.

Nachteile von Insellösungen:
• Bei der Nutzung mehrerer Plattformen unterschiedlicher Anbieter findet die Abrechnung mit mehreren Herstellern statt, statt nur mit einem.
• Je nach den gewählten Anbietern können systemübergreifende Aktualisierungen und Systemupgrades aufwendiger sein. Es kann außerdem vorkommen, dass die Schnittstellen nicht mehr funktionieren.
• Mitarbeiter müssen sich in vielen verschiedenen Systemen auskennen und zurechtfinden. Eine einheitliche Nutzeroberfläche gibt es nicht.
• Es kann vorkommen, dass die Module verschiedener Anbieter zunächst nicht gut miteinander kommunizieren und Daten austauschen. In diesem Fall müssen diese so lange doppelt gepflegt werden, bis eine Schnittstelle programmiert wird.

Ist des Rätsels Lösung gefunden?
Fazit: Welche Argumente nun für welches Modell sprechen, muss jeder Anwender für sich selbst beantworten.

Blog: www.hr-software-vergleich.de

Sonja-DietzDie Bloggerin: SONJA DIETZ ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.

 

 

 

 

 

Wie eine Mitarbeiter-App HR in der digitalen Transformation unterstützt

Manchmal hilft der Einsatz moderner Kommunikationsmittel wie einer Mitarbeiter-App, um den nötigen Kulturwandel zu begleiten oder diesem gar wesentliche Impulse zu verleihen. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt ein Beispiel der DATEV eG.

Mitarbeiter-App „Mobilfink“ für’s Smartphone
Die Nutzung einer solchen App steht und fällt mit den Inhalten. Aktuell finden sich folgende Hauptfunktionen in der Mobilfink-App:
• Ausgewählte Unternehmensnews aus dem Intranet
• Exklusive Mobilfink-News
• Grünfink Digitalmagazin
• Schnappschüsse aus dem Unternehmen
• Social Media Newsroom
• Zugang zu weiteren DATEV-Publikationen
• Zugang zur digitalen Entgeltabrechnung Arbeitnehmer online
• Kleinanzeigen

Kuratierte Unternehmensnews und Schnappschüsse à la Instagram
In einem mobilen Newsfeed erhalten die Mobilfink-Nutzer kuratierte Unternehmensnews wie im Intranet.

Eine in meinen Augen herausragende Rolle hat der Funktionsbereich „Schnappschüsse“. Dort haben Mitarbeiter die Möglichkeit,
mit dem Smartphone aufgenommene Bilder anderen in einem Fotostream bereit zu stellen. Im Grunde ist das wie ein DATEV-eigenes kleines Instagram. Darin können Bilder geliked und kommentiert werden. Somit entsteht eine dezentrale Kommunikation zwischen den Mitarbeitern.

Social Media Newsroom
Die Mitarbeiter-App ermöglicht den vereinfachten Zugang zu Inhalten der DATEV auf externen Social-Media-Plattformen,
wie Facebook oder Twitter, im Social Media Newsroom. Im Stil eines Social Media Hubs stehen die Inhalte damit allen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern zur Verfügung. Häufig sogar ohne dass diese selbst einen eigenen Account auf der jeweiligen Plattform besitzen müssen.

Digitale Entgeltabrechnung – Arbeitnehmer online
Als weiteren Mehrwert der Mitarbeiter-App steht ein direkter Zugang zum DATEV-eigenen digitalen Entgeltabrechnungs-Portal namens Arbeitnehmer online zur Verfügung. Hierüber haben DATEV-Mitarbeiter die Möglichkeit, in einem geschützten Bereich online auf ihre Entgelt-Historie zuzugreifen.

Fazit zum Thema Mitarbeiter-App
Ich würde die Maßnahmen zur Steigerung der Transparenz und Öffnung der Unternehmenskommunikation für jedermann als einen sehr mutigen, wenngleich notwendigen und daher absolut wichtigen Schritt bezeichnen.

Blog: https://persoblogger.de

Stefan-SchellerDer Blogger: STEFAN SCHELLER schreibt auf Persoblogger.de kritisch zu Trends im Personalmarketing, Recruiting sowie Employer Branding und betreibt das HR-Studien Download Portal www.hr-studien-download.de.

 

 

 

 

 

(Foto: momius/Fotolia)

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