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Digitalisierungsstrategien für das Personalmanagement

Matthias Kunisch, Geschäftsführer der forcont business technology gmbh spricht im Interview mit der HR Performance über den forpeople day, der am 04. April in München stattfindet.

HRP: Was erwartet die Teilnehmer auf dem forpeople day am 04. April in München?

Matthias Kunisch: Der forpeople day wendet sich an das Management mittelständischer Unternehmen und dort insbesondere an die Personalabteilung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Digitalisierungsstrategien für das Personalmanagement – von der Einführung einer digitalen Personalakte über prozessunterstützende Szenarien, wie etwa ein Self Service-Bereich für Mitarbeiter und Vorgesetzte, bis hin zu rechtlichen Aspekten. All das wird nicht nur theoretisch erklärt, sondern auch live in der Praxis präsentiert. In Vorträgen, Gesprächen und in einer Podiumsdiskussion vermitteln die Referenten wertvolles Wissen und, noch wichtiger, teilen ihre Erfahrungen aus dem eigenen Unternehmen.

HRP: Welche Vorträge und Möglichkeiten zum Austausch wird es geben?

Kunisch: forcont erläutert in einem Vortrag den Nutzen eines Personalmanagementsystems und demonstriert ihn beispielhaft mit der Software forpeople. Die Musik-Verwertungsgesellschaft GEMA hat die Softwarelösung erfolgreich im Unternehmen eingeführt und berichtet den Teilnehmern von ihren Erfahrungen im Integrationsprojekt und beim täglichen Einsatz.

Wenn Unternehmen digitale Strategien in der Personalabteilung umsetzen, ist es essenziell, die rechtlichen Anforderungen zu kennen und zu beachten. Zu diesem Thema erhalten die Teilnehmer von der Wirtschaftskanzlei Eversheds Sutherland aus München wichtige Informationen. Eine offene Podiumsdiskussion aller beteiligten Parteien rundet den Tag ab.

HRP: Was sind momentan die dynamischsten Felder beim Thema Prozessoptimierung im Personalwesen?

Kunisch: Zuerst gilt es, die Basics zu erledigen, das heißt: Unternehmen müssen Personaldaten und -dokumente in eine digitale Personalakte überführen. Damit ist die Voraussetzung geschaffen, um erste Prozesse digital abzubilden, beispielsweise um das Onboarding zu unterstützen, um Dokumente zu erstellen, wie etwa Arbeitsbescheinigungen oder Prämienanträge, oder um Freigaben zu erteilen. Ein weiterer Schwerpunkt sind komplexere Themen, wie zum Beispiel die Prüfung von Mitarbeiterdaten gegen offizielle Sanktionslisten, sowie Self Service-Szenarien und Vertragserstellung. Unternehmen müssen mit der Digitalisierung die Grundlage schaffen, auf der sie sich intensiv um Mitarbeiter kümmern können. Nur so ist es möglich, bestehende Mitarbeiter effektiv zu halten und neue zu gewinnen – und im War for Talents erfolgreich zu sein. Softwarelösungen für das Bewerbermanagement, für die Organisation von Weiterbildungen und für Performanceanalysen – kurz Talent Management-Systeme – bilden die nächste Stufe.

HRP: Wie verändert die DSGVO die Arbeit mit sensiblen Daten im Personalmanagement?

Kunisch: Ohne Zweifel spielt der Schutz personenbezogener Daten eine wesentliche Rolle, die Unternehmen im Interesse aller Beteiligten ernst nehmen müssen. Mit der DSGVO liegt ein Gesetz vor, das es zu befolgen gilt – ob es besonders praktikabel ist oder nicht. Eine Personalmanagementsoftware bietet zusammen mit dem Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten eine gute Kombination, um die DSGVO-Regelungen effizient zu erfüllen. Die Software unterstützt das Gebot der Datensparsamkeit, das fristgerechte Löschen von Daten ebenso wie das Auskunftsrecht der Mitarbeiter, welche Informationen der Arbeitgeber zu ihrer Person gespeichert hat.

HRP: Welche Trends und Entwicklungen sehen Sie für die Zukunft?

Kunisch: Der größte Trend, der alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens mehr oder weniger beeinflussen wird, sind Technologien mit künstlicher Intelligenz. Ich glaube zwar nicht, dass KI auf absehbare Zeit den Menschen ersetzen kann, aber sie wird, wenn sinnvoll eingesetzt, sehr nützlich sein. Bereits heute hilft sie etwa Personalmanagern bei der Bewerberauswahl. Gewiss wird sie in Zukunft eine noch wichtigere Rolle für die Personalabteilung spielen, zum Beispiel bei Mitarbeitertrainings und bei der passgenauen Teamzusammenstellung für spezifische Aufgaben.

HRP: Vielen Dank für das Gespräch.

 

forcont_Matthias_Kunisch_Geschaeftsfuehrer

Der studierte Diplom-Mathematiker Matthias Kunisch ist Geschäftsführer der forcont business technology gmbh, ein auf Enterprise Content Management (ECM) spezialisiertes Softwarehaus, und seit 1976 in der IT-Branche tätig. Matthias Kunisch ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die Produktentwicklung verantwortlich. Unter seiner Leitung entwickelte forcont frühzeitig Cloud-Angebote für ausgewählte dokumentenzentrierte Anwendungen, die sich heute erfolgreich am Markt bewähren. Von 2012 bis 2018 war er zudem Vorstandsmitglied des Kompetenznetzwerkes Cloud Ecosystem e.V. forcont bietet standardisierte Produkte für digitales Personalmanagement, Vertragsmanagement und mobiles Dokumentenmanagement sowie individuelle digitale Aktenlösungen zur Optimierung dokumentenzentrierter Geschäftsprozesse. Zudem leistet das Softwarehaus den kompletten Service im ECM-Umfeld von SAP.

 

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