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Was wir von Profisportlern für unseren Berufsalltag lernen können

„No pain, no gain“? 

Glamouröse Siegesfeiern, TV-Interviews und weltweite Anerkennung auf der einen, abgestandener Kaffee, nine to five und Routineaufgaben auf der anderen Seite: Profisport und Büroalltag haben auf den ersten Blick recht wenig gemeinsam. Auf den zweiten Blick aber doch eine ganze Menge. Jenseits von „Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst“-Plattitüden können wir uns zum Thema Motivation, Außenseiterdasein oder Krisen für unseren Job so einiges von Leistungssportlern abschauen. Schließlich sind auch Bundesliga-Fußballer oder Profi-Boxer nur ganz normale berufstätige Menschen. Wenn auch ziemlich ordentlich bezahlte. 

Keine Angst vor Goliath – als Außenseiter punkten

Nicht immer geht man im Leben als Favorit in ein Duell, sei es im DFB-Pokal, im Wimbledon-Finale, im Vorstellungsgespräch oder beim Versuch, einen neuen Kunden zu gewinnen. Im Sport kann die Rolle des „Underdog“ besonders anspornen und dadurch Kräfte freisetzen, die – gepaart mit Risikobereitschaft und ein bisschen Glück – zum Erfolg führen können. Übertragen auf das Berufsleben bedeutet das freilich nicht, sich in Harakiri-Manier in Projekte zu stürzen, von denen man keinen blassen Schimmer hat und damit einen herben Verlust zu riskieren. Gleichwohl können wir von den sportlichen Außenseitern etwas lernen, zum Beispiel für die Bewerbung um einen neuen Job. 

Der Pokal hat seine eigenen Regeln – die Jobsuche auch

Liest man – gerade als Berufsanfänger – die Anforderungsprofile so mancher Stellenanzeige, kommt man sich schnell vor wie eine Amateurmannschaft im Duell gegen den FC Bayern München. Der Abschluss in einem der genannten Studienfächer und die geforderten IT-Kenntnisse liegt zwar vor, aber: mindestens 5 Jahre Berufspraxis? Mit Führungserfahrung? Fließend Englisch und erweiterte Arabisch-Kenntnisse? „Keine Chance“, mag manch einer denken. Aber keine Sorge: Personalverantwortliche in Unternehmen packen in ihre Stellenprofile meist alle Anforderungen, die ein perfekter Kandidat erfüllen würde – wohl wissend, dass es ihn oder sie nicht gibt. Zugegeben: Manche Anforderungen müssen für bestimmte Jobs einfach erfüllt werden. Wenn sich jemand ohne Führerschein auf eine Stelle als Kurierfahrer bewirbt, dürfte auch die kreativste Begründung dafür fehlschlagen. Jenseits der zwingend notwendigen Qualifikationen besteht jedoch eine ganze Menge Spielraum. Bei der eigenen Entscheidung, ob man sich auf eine Position bewirbt, sollten daher eher folgende Überlegungen ausschlaggebend sein: Traue ich mir die beschriebenen Aufgaben zu? Welche Erfahrungen und Talente bringe ich mit, die für das Unternehmen besonders interessant sein könnten, auch wenn diese im Stellenprofil vielleicht gar nicht genannt sind? Aus einer überzeugenden Bewerbung wird schnell die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch – und damit ist der erste Schritt zum Traumjob, auch als vermeintlicher Underdog, bereits getan.

Quelle: Orizon

 

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