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Unklare Unternehmensziele führen zu Kündigungen und Produktivitätseinbußen

Wie transparent arbeiten Unternehmen? Wie gut wissen Mitarbeiter über die eigenen Unternehmensziele Bescheid? Und welche Auswirkungen hat das auf die Arbeit? Eine Studie von Asana gibt Aufschluss.

Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit Statista in Deutschland durchgeführt, befragt wurden 1.041 Angestellte und leitende Mitarbeiter in Unternehmen verschiedener Größen. Die Ergebnisse machen deutlich: Beinahe alle Mitarbeiter kennen zwar die Ziele ihres Unternehmens und des eigenen Teams, es fällt ihnen dennoch schwer, die Verbindung von ihrer alltäglichen Arbeit zu diesen herzustellen. Wurden relevante Unterrnehmensentwicklungen nicht ausreichend kommuniziert, zieht fast ein Drittel sogar Konsequenzen und verlässt das Unternehmen.

Damit möglichst alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen, sollten Führungskräfte Unternehmensmission und Ziele klar kommunizieren. Die Ergebnisse der Studie zeigen auch, dass die Bemühungen der Unternehmen um Klarheit in ihrer internen Kommunikation generell erfolgreich waren. Nicht nur auf Unternehmens-, auch auf Teamebene fühlt sich die große Mehrheit der Mitarbeiter informiert über Zweck und Ziele. Beeindruckende 93 Prozent der befragten Mitarbeiter geben an, die Mission und den Zweck des Unternehmens, in dem sie arbeiten, zu kennen. Immerhin 89 Prozent wissen um die Ziele des Unternehmen, 85 Prozent um die Ziele des eigenen Teams.

Verbindung zwischen Zielen und Alltagsaufgaben fehlt häufig

Trotz aller Transparenz zeigt die Studie jedoch auch, dass Mitarbeitern im Alltag die Verbindung von Aufgaben und Zielen häufig fehlt. 59 Prozent denken, dass sie nicht immer genügend Einblicke darin haben, wie ihre eigene Arbeit die Unternehmensziele beeinflusst. Mindestens einmal im Monat arbeiten 42 Prozent der Befragten sogar an etwas, bei dem sie den zugrunde liegenden Nutzen für das Unternehmen nicht ganz verstehen. Diese Verbindung zwischen Zweck, Zielen und konkreter Arbeit herzustellen und damit für Mitarbeiter den Sinn hinter ihren Aufgaben greifbarer zu machen, wird wohl  für viele Unternehmen eine der wichtigsten Aufgaben in den kommenden Jahren. Nur so können sie Mitarbeiter langfristig binden und zufriedenstellen – in Zeiten eines wachsenden Fachkräftemangels von substanzieller Bedeutung.

Uneindeutige und geänderte Ziele führen zu Kündigungen

Was aber machen Angestellte mit all dem Wissen? Laut der Studie sind sie durchaus bereit, Konsequenzen zu ziehen. 59 Prozent haben schon einmal gekündigt, oder in Betracht gezogen zu kündigen, weil relevante Unternehmensentwicklungen entweder gar nicht kommuniziert oder nicht klar genug kommuniziert wurden. Beinahe ein Drittel der Befragten (27 %) berichten, auf Grund einer sich ändernden Mission, veränderten oder unklar kommunizierten Ziele ein Unternehmen verlassen zu haben. Am konsequentesten sind demnach Frauen und jüngere Angestellte.

„Unternehmen sehen sich in einem zunehmenden Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter. Sie können es sich schlicht nicht leisten, ihre Talente zu verlieren, weil sie mit der unklaren oder inkonsistenten Kommunikation von Mission und Zielen nicht einverstanden sind. Bei Asana streben wir nicht nur selbst ein hohes Maß an Transparenz an, sondern ermöglichen es Unternehmen mit unserer Work-Management-Plattform auch, konkrete Maßnahmen zur Klarheit von Plan, Zweck und Verantwortung zu ergreifen, um die Produktivität zu steigern.”, kommentiert Chris Farinacci, COO bei Asana, das Ergebnis.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Mitarbeiter geben an, die Mission (93 %) und die Ziele des Unternehmens (85 %), in dem sie arbeiten zu kennen und sich über die Ziele des eigenen Teams im Klaren zu sein (85 %). Mitarbeiter ohne Führungsrolle kennen vor allem die Mission des Unternehmens (91 %), aber weniger dessen Ziele (79 %) oder die ihres Teams (80 %)
  • Über die Hälfte der Befragten (59 %) denken, dass sie nicht immer genügend Einblicke darin haben, inwieweit ihre Arbeit die Unternehmensziele beeinflusst. Mitarbeiter in leitender Funktion (54 %) und in Start-ups (72 %) geben häufiger an, sich darüber im Klaren zu sein
  • 42 Prozent arbeiten mindestens einmal im Monat an etwas, bei dem sie den zugrunde liegenden Nutzen für das Unternehmen nicht verstehen.
  • Das Verständnis von Zielen wirkt sich stark auf die Motivation von Mitarbeitern aus (das sagen 43 %). Auch Produktivität (36 %) und Engagement (37 %) wachsen, wenn Mitarbeiter die Unternehmensziele kennen.
  • Konsequenzen aus einer sich ändernden Mission und unklar kommunizierten Zielen ziehen 27 Prozent und verlassen das Unternehmen. Am ehesten kündigen mit dieser Begründung  Frauen (30 %) und Jüngere unter 30 Jahre (31 %).
  • 39 Prozent haben nicht immer das Gefühl, genügend Verantwortung zu haben. Vor allem bei jüngeren Mitarbeitern tritt das Phänomen auf, ebenso in großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern.
  • Auch Transparenz ist ein wichtiges Thema: 28 Prozent der Befragten sind der Ansicht, das eigene Unternehmen leide unter mangelnder Klarheit in der Führung. Bei Angestellten großer Unternehmen mit über 500 Mitarbeiter ist dieses Problem am größten (34 %).

 

Die Ergebnisse zeigen, dass die Unternehmen noch einiges zu tun haben, um den in der Studie hervorgehobenen Herausforderungen zu begegnen. Produktivität und Transparenz sind zwei Dinge, die mit Hilfe von verschiedenen Tools einfach und konsequent verbessert werden können. Work-Management-Plattformen wie Asana tragen beispielsweise entscheidend dazu bei, Arbeitsprozesse zu vereinfachen und Produktivität zu steigern.

Design und Methodik der Studie

Im Rahmen der Studie wurden 1.041 Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren online befragt. Erhebungszeitraum war September 2018, durchgeführt wurde die Befragung von Statista.

Quelle: Asana
(Foto: SFIO CRACHO/Fotolia)

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