Kundenservice Veranstaltungen: 02234-9894940
Kundenservice Bücher: 089-21837921
Aboservice Zeitschriften: 089-21837110

Zeitarbeit punktet bei Personalern

Neue Studie belegt die Wertschätzung der Branche durch Kundenunternehmen  

Viel wird geschrieben über die Situation von Zeitarbeitnehmern in Deutschland, ihre wachsende Zahl und ihre vermeintlich oft prekäre Arbeitssituation. Doch wie bewerten eigentlich Personalverantwortliche und diejenigen, die Zeitarbeitnehmer in ihren Unternehmen einsetzen, die Branche? Das Personalunternehmen Orizon fragte im Oktober 2018 über 1.000 Mitarbeitende und Verantwortliche in Personalabteilungen nach ihrer Sichtweise – und die fördert durchweg Positives zutage: Personalverantwortliche bewerten Zeitarbeit als bedeutendes Rekrutierungsinstrument und schätzen die Berufserfahrung und Arbeitsmotivation der Zeitarbeitnehmer. 

Für die deutsche Wirtschaft ist Zeitarbeit ein wertvolles Instrument, denn derzeit sind hierzulande über eine Million Menschen als Zeitarbeitnehmer beschäftigt. Insbesondere für die Personalabteilungen ist die Branche ein bedeutender Partner. Wie die aktuelle Studie von Orizon belegt, bewerten über 80 Prozent der befragten Personalverantwortlichen die Zeitarbeit als wichtiges oder sehr wichtiges Rekrutierungsinstrument – aus vielerlei Gründen. Zum Beispiel schätzen Unternehmen die Berufserfahrung, die viele Zeitarbeitnehmer mitbringen. Sie sind durch ihre wechselnden Einsätze oft sehr gut in der Lage, sich schnell in neuen Jobs zurechtzufinden. Deutlich mehr als die Hälfte der Befragten sehen das als Vorteil. Neben einer abgeschlossenen Berufsausbildung, Weiterbildungsmaßnahmen und lückenloser Beschäftigung bei einem Arbeitgeber bewerten die Personaler auch die lückenlose Beschäftigung mit Stationen in der Zeitarbeit als Plus im Lebenslauf eines Bewerbers. Beschäftigungslücken oder Phasen der Arbeitslosigkeit sehen sie hingegen kritisch.

Personalunternehmen fangen Komplexität ab

Die Umsetzung der Bestimmungen zu Equal Pay und Höchstüberlassungsdauer in der Zeitarbeit haben vielfach die Anforderungen an administrative Prozesse erhöht und zusätzliche Komplexität in den Arbeitsalltag gebracht. Den Personalunternehmen ist es jedoch gelungen, diese erhöhte Komplexität von ihren Kunden fernzuhalten: Auf die Frage, wie die neuen gesetzlichen Regelungen die Zusammenarbeit mit Orizon und anderen Zeitarbeitsunternehmen verändert haben, antwortete nur ein geringer Teil der Befragten, dass die Abstimmung aufwändiger geworden sei. Die Mehrheit spürt keine zusätzliche Belastung. So setzt auch der größte Teil der Unternehmen auf Kontinuität und arbeitet nach eigener Aussage weiterhin mit den gleichen Zeitarbeitsunternehmen zusammen.

Höchstüberlassungsdauer verschärft Situation von Zeitarbeitnehmern

Zum 1. Oktober 2018 mussten erstmals zahlreiche Zeitarbeitnehmer aufgrund der gesetzlichen Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten bestehende Einsätze verlassen und nicht wenige mit wachsender Unsicherheit und finanziellen Einbußen andernorts neu beginnen. Auch für die Mehrheit (53 Prozent) der von Orizon befragten Unternehmen kommt die Höchstüberlassungsdauer noch in 2018 zum Tragen. „Bereits unsere Umfrage Anfang des Jahres unter Zeitarbeitnehmern zeigte: Die neuen gesetzlichen Bestimmungen schaden zum Teil mehr als sie nützen und führen bei den Beschäftigten zu großer Verunsicherung“, so Dr. Dieter Traub, CEO von Orizon. „Die kürzlich angestoßene Petition beim Deutschen Bundestag zur Abschaffung der Höchstüberlassungsdauer belegt, dass der Druck auf die Politik, diese Abwärtsspirale aufzuhalten, steigt.“ 

Quelle: Orizon
(Foto: Rido/Ftotolia)

Passende Artikel
Zeitschrift HR Performance
149,00 €

Preis für Jahresabonnement Inland