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So schützt man sich im Büro am besten gegen Rückenschmerzen

75 Prozent aller Deutschen haben im letzten Jahr unter Rückenschmerzen gelitten. Inzwischen geht jeder fünfte krankheitsbedingte Fehltag auf das Konto von Hexenschuss, Bandscheibenvorfall und Rückenschmerzen. Hauptgründe sind eine schlechte Haltung beim Sitzen und falsch eingestellte Büromöbel. Die gute Nachricht: Abhilfe ist oft ohne besondere ergonomische Büromöbel möglich. Infografiken und ein Online-Rechner helfen.

„Der Mensch ist nicht zum Sitzen gemacht. Umso wichtiger ist eine richtige Haltung und die korrekte Einstellung der Büromöbel. Industrie und Handel suggerieren uns, dass wir teure Bürostühle und spezielle Tische benötigen. Häufig reichen aber schon einfache Verhaltensänderungen. Und natürlich müssen die Büromöbel richtig auf unsere Körpergröße eingestellt werden. Das ist ähnlich wie bei einem Fahrrad – das beste Rad nutzt nicht, wenn der Sattel zu hoch oder niedrig eingestellt ist. Mit den Infografiken erhält man konkrete Tipps, wie man am besten vorgehen kann. Und mit dem Ergonomie-Rechner, kann man sich ganz einfach die optimale Schreibtischhöhe ausrechnen.“, so Tim Lilling, Projektleiter von blitzrechner.de.

Falscher Haltung im Büro vorbeugen - das sollte nicht nur im Interesse des Arbeitenden, sondern auch des Arbeitgebers sein. Denn Rückenleiden sind mittlerweile der häufigste Grund für Fehltage. Eine teure - und für den Betroffenen leidvolle - Angelegenheit, die ganz einfach minimiert werden könnte, wenn man nur die folgenden Tricks anwenden würde:

 

1. Der Monitor sollte mindestens eine Armlänge entfernt plaziert sein.

Effekt: Ist der Bildschirm zu nah, ist die Körperhaltung oft verkrampft. Gerade im Schulter- und Nackenbereich kommt es dadurch zu Verspannungen. Je weiter der Monitor weg ist, desto entspannter für Oberkörper und Augen.

 

2. Die Höhe des Monitors sollte so eingestellt sein, dass der Blick darauf schräg nach unten fällt - der Kopf ist leicht nach unten geneigt.

Effekt: Der Nacken wird entlastet, die Augen werden weniger angestrengt.

 

3. Tastatur und Maus sollten so platziert sein, dass die Ellenbogen stets auf gleicher Höhe sind.

Effekt: Der Oberkörper wird nicht permanent einseitig belastet, das beugt Verkrampfungen und Disharmonien in der Schulter-, Rücken- und Nackenmuskulatur vor.

 

4. Handauflagen verhindern das Abknicken der Hände bei der Bedienung der Maus.

Effekt: Gelenke, Sehnen und Nerven in von der Hand bis zum Ellenbogen werden geschont, Erkrankungen wie Karpaltunnelsyndrom oder Golferarm vorgebeugt.

 

5. Das Becken sollte leicht gekippt werden - ergonomische Stühle und Sitzkissen helfen dabei.

Effekt: Der untere Rücken bleibt in seiner natürlichen Haltung; Bandscheiben und Muskulatur werden entlastet.

 

6. Die Füße sollten fest und möglichst parallel zueinander auf dem Boden platziert werden.

Effekt: Der Körper nimmt automatisch eine gesündere Haltung ein, die Belastung wird - im Gegensatz zum Sitz mit übergeschlagenem Bein - gleichmäßig auf beide Körperhälften verteilt.

 

7. Den Bürostuhl richtig auf die eigene Körpergröße einstellen. Keine Ahnung wie?

Ein Online-Rechner für ergonomisches Sitzen hilft Ihnen bei der Berechnung:

https://www.blitzrechner.de/ergonomie

Effekt: Sind Bürostuhl und Schreibtisch ideal für Ihre Körpergröße eingestellt, sitzen Sie ganz entspannt ergonomischer, ohne sich darauf konzentrieren zu müssen.  

 

8. Bewegung in den Büroalltag einbauen: Zum Kollegen gehen, anstatt ihn anzurufen oder eine schnelle Mail zu schreiben. Auch viel trinken ist eine gute Idee. Das ist nicht nur gesund, sondern nötigt ebenfalls zu regelmäßigen Gängen.

Effekt: Der menschliche Körper wurde dafür entwickelt, in Bewegung zu sein. Das Gehen ist die natürlichste menschliche Bewegungsform. Deshalb sollte sie so oft wie möglich in den Büroalltag integriert werden.

 

Quellenhinweise und weitere Recherche:

Nach einer Umfrage der DAK hatten 75 Prozent aller Berufstätigen im vergangenen Jahr mindestens einmal Rückenschmerzen. Die Krankenkasse wertete dafür unter anderem Daten von 2,5 Millionen erwerbstätigen Versicherten aus, befragte 5.200 Frauen und Männer zum Thema und verglich die Ergebnisse mit den Vorjahren. Besonders alarmierend: Immer mehr Patienten gehen mit ihren Beschwerden direkt ins Krankenhaus. Seit dem Jahr 2007 stieg die Zahl der stationären Behandlungen um 80 Prozent Deutschlandweit auf 220.000 Krankenhausfälle an.

 

DAK-Gesundheitsreport 2018: https://www.dak.de/dak/bundes-themen/gesundheitsreport-2018-1970320.html

Quelle: blitzrechner.de
(Foto: lightpoet/Fotolia)

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