Kundenservice Veranstaltungen: 02234-9894940
Kundenservice Bücher: 089-21837921
Aboservice Zeitschriften: 089-21837110

Work-Life-Balance für Mitarbeiter in Europa leichter gesagt als getan

Drei Viertel der europäischen Arbeitnehmer (75 Prozent) halten laut einer Studie von ADP (Automatic Data Processing) ihre Arbeit und ihr Privatleben lieber klar getrennt – wobei die deutschen Arbeitnehmer genau im Durchschnitt mit ebenfalls 75 Prozent liegen. Die Studie, in der mehr als 2.000 Arbeitnehmer in Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden und Großbritannien befragt wurden, fand zudem heraus, dass fast ein Drittel (31 Prozent) denken, aktuell keine gute Work-Life-Balance zu leben. In Deutschland beträgt die Anzahl der Berufstätigen etwas mehr (rund 33 Prozent), die in der Studie aussagten, nicht das Gefühl zu haben eine gute Work-Life Balance zu haben.

 Während 62 Prozent der befragten Frauen die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als attraktiv empfinden und angeben, dass dies ein wichtiges Merkmal ihres idealen Arbeitsplatzes ist, denken nur 52 Prozent der befragten Männer ähnlich. Mit zunehmendem Alter nimmt die Wichtigkeit der Work-Life Balance zu: 17% der 18-24-Jährigen halten eine Work-Life Balance für unwichtig, wohingegen nur 9% der 50-64-Jährigen dies als unwichtig erachten. Bei den 65-Jährigen wiederum sehen über 13 Prozent die Work-Life-Balance nicht als wichtigen Teil ihres Traumberufs an.

Berufs- und Privatleben wirken sich deutlich aufeinander aus. Mehr als die Hälfte der europäischen Angestellten sagt, dass ihr persönliches Leben sich auf ihre Leistung bei der Arbeit auswirkt (58 Prozent), während ein Drittel (34 Prozent) aussagt, dass ein schlechter Tag bei der Arbeit ihr persönliches Leben beeinflusst. In Deutschland sind es 56 Prozent, bei denen sich das Privatleben auf die Arbeit auswirkt und 35% anders herum.

Steven van Tuijl, ADP Managing Director Germany & Poland, hat die Studienergebnisse kommentiert: "Das Aufkommen der mit modernen Technologien unterstützen flexiblen Arbeit vergrößert die Gefahr, dass Unternehmen eine "immer online" Arbeitskultur fördern. Mitarbeiter, die mit diesem Arbeitsstil konfrontiert sind, werden sich wahrscheinlich immer weniger engagieren und dies kann sich sogar negativ auf die Produktivität auswirken. HR-Teams und Führungskräfte sollten Einzelpersonen die Möglichkeit geben selbst zu entscheiden, wie ihre Work-Life-Balance aussehen soll. Mitarbeiter, die Arbeit und Privatleben mischen wollen und flexibler arbeiten möchten, sollten dazu in der Lage sein. Genauso sollten diejenigen, die beides getrennt halten wollen, dies ebenso tun können."

Quelle: ADP
(Foto: georgerudy/Fotolia)