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Wie künstliche Intelligenz die Arbeit der Personalabteilung verändert

Künstliche Intelligenz (KI) hält mit großen Schritten Einzug ins Unternehmen. Trotz aller Unkenrufe sollten Personaler keine Angst haben, sondern die Chancen sehen, die ihnen KI-basierte Meeting-Technologien bieten.

Technologien am Arbeitsplatz sollen Mitarbeiter besser ausstatten und ihnen helfen, ihre Aufgaben zu erledigen, anstatt sie in ihrer Arbeit zu behindern. Doch das ist nicht unbedingt immer der Fall. Oftmals hinkt die am Arbeitsplatz eingesetzte Technologie der zu Hause genutzten hinterher. Laut der von Dell und Intel in Auftrag gegebenen „Future Workforce Study“ gaben 50 Prozent der Beschäftigten an, dass die von ihnen zu Hause verwendete Technik moderner ist als die, die ihnen im Büro zur Verfügung steht. Gerade für jüngere Mitarbeiter ist veraltete Technologie tatsächlich ein Grund, den Arbeitsplatz zu wechseln. Laut der Studie würden 31 Prozent der befragten 18- bis 34-Jährigen den Job wegen unzureichender Technikausstattung wechseln, bei den über 34-Jährigen sind es dagegen nur 15 Prozent.

Langfristig gesehen bedeutet dies, dass Unternehmen in puncto Technik am Arbeitsplatz aufrüsten müssen. Meeting-Technologien wie digitale Assistenten, interaktive Whiteboards und sprachgesteuerte Geräte werden in Zukunft an allen modernen Arbeitsplätzen alltäglich sein. Sie alle basieren auf KI. Auch wenn alle Abteilungen von dieser Art der KI profitieren können, sind die Vorteile für die Personalabteilung besonders deutlich: Es wird leichter für sie, junge Arbeitnehmer und Spitzenkräfte anzulocken und zu halten, und gleichzeitig können dank der Technologie die Interview- und Einarbeitungsprozesse verbessert werden.

Integration von KI in bestehende Anwendungen

Aufgrund der eher negativen Berichterstattung, die den Eindruck erweckt, dass Roboter uns alle arbeitslos machen werden, sind viele Unternehmen zurückhaltend, wenn es um das Thema KI am Arbeitsplatz geht. Diese Technikfeindlichkeit hat bei uns eine lange Tradition. Schaut man sich jedoch an, wie KI heute schon am Arbeitsplatz eingesetzt wird, kommt man eher zu dem Schluss, dass die Technologien unsere Arbeit erleichtern und nicht abschaffen werden. Denn KI wird vor allem als Erweiterung bestehender Anwendungen eingesetzt, mit dem Ziel, diese zu verbessern und den Mitarbeitern mehr Ressourcen zur Verfügung zu stellen.  

Moderne Plattformen zum Beispiel machen Meetings dank KI-Technologien wie Sprachsteuerung, interaktive Whiteboards und digitale Assistenten einfacher und vor allem produktiver. Anders ausgedrückt: Sie machen das Meeting zu einem tatsächlichen Gespräch und nicht zu einer Anhäufung von Monologen.

Wie die KI der Personalabteilung zugute kommt

Vom KI-Einsatz profitiert die Personalabteilung insofern, als für viele Kandidaten eine verbesserte Zusammenarbeit unter Kollegen und eine durch den Einsatz neuer Technologien gesteigerte Produktivität zweifellos verlockend ist. Wie die „Future Workforce“-Studie gezeigt hat, sollten Personaler die Bedeutung eines gut ausgestatteten Büros mit modernster Technik insbesondere dann nicht unterschätzen, wenn sie jüngere Arbeitskräfte einstellen wollen.

Auch wenn Bewerber normalerweise nicht wissen, welche Technologien am künftigen Arbeitsplatz eingesetzt werden, wird es ihnen spätestens am ersten Arbeitstag klar. Und dann können veraltete Technologien, die nicht dem Standard der zu Hause genutzten Anwendungen entsprechen, eine fatale Wirkung haben. Denn wenn beim Neueinsteiger erst mal eine negative Erfahrung hängen bleibt, überträgt sich diese schnell auf andere Aspekte seiner Arbeit und seines Arbeitgebers.

Der Einsatz digitaler Assistenten und interaktiver Dashboards

Darüber hinaus kann KI aber auch dabei helfen, die tägliche Arbeit in der Personalabteilung zu vereinfachen. Digitale Assistenten, wie zum Beispiel Eva von Voicera, können an Interviews teilnehmen, Notizen machen und später eine Zusammenfassung liefern, sodass sich der Personaler ganz auf das Gespräch konzentrieren kann. Da die Transkripte und Aufzeichnungen gespeichert werden, können sie hinterher auch den Entscheidungsträgern zugänglich gemacht werden, die an dem Bewerbungsgespräch nicht teilnehmen konnten. Sie müssen sich also nicht auf die vorgefassten Meinungen anderer verlassen, sondern haben die Möglichkeit, den Bewerber auch im Nachhinein unvoreingenommen kennenzulernen und zu bewerten.

Die Integration von interaktiven Whiteboards in Meeting-Lösungen verwandelt alltägliche Meetings in produktive, kollaborative Erfahrungen. Diese Technologie revolutioniert nicht nur die Einarbeitungszeit neuer Mitarbeiter, sondern hilft auch allgemein bei der Schulung von Mitarbeitern. Anstatt sich durch einen Papierberg zu arbeiten, erklärt eine interaktive Präsentation die neuen Arbeitsprozesse Schritt für Schritt. Damit werden Neueinsteiger auf eine umfassende Art und Weise auf den neuesten Stand gebracht, die mit den traditionellen, eher langweiligen Einarbeitungsmethoden wenig zu tun hat.

Am Arbeitsplatz der Zukunft werden KI-Technologien zweckmäßig eingesetzt und in Prozesse integriert, um den Mitarbeitern Zeit zu ersparen. Dabei geht es bei weitem nicht nur um Automatisierung, sondern vor allem auch um die Förderung einer qualitativ hochwertigen Zusammenarbeit der Mitarbeiter. Aus Sicht der Personaler werden neue Technologien wie KI dazu beitragen, die besten Talente zu gewinnen und zu halten. Mit einer zunehmend technisch versierten Belegschaft werden Unternehmen immer mehr auch nach der Technologie beurteilt, die sie ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen. In einem hart umkämpften Arbeitsmarkt kann der geschickte Einsatz von KI eine große Wirkung zeigen. Unternehmen müssen dafür nicht alles umkrempeln, sondern können KI in bestehende Anwendungen, wie zum Beispiel ihre Meeting-Lösung, integrieren.

Autor: Paul Scholey, BlueJeans Network 
(Foto: phonlamaiphoto/Fotolia)