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Antidiskriminierung – was Sie als Arbeitgeber jetzt wissen müssen

Alter. Hautfarbe. Geschlecht. Herkunft. Religion. Die vorgeschobenen Merkmale, warum Menschen andere benachteiligen, sind vielfältig. Viel zu oft werden Diskriminierungen in den Mantel des Schweigens gehüllt – gerade am Arbeitsplatz. Viel zu selten stoßen sie eine öffentliche Debatte an wie die Me-Too-Bewegung im Jahr 2017. Und auch Deutschland hat in Sachen Gleichberechtigung weiterhin Aufholbedarf, so das Fazit der Antidiskriminierungsstelle in ihrem erst kürzlich vorgelegten Jahresbericht. Aufhorchen lässt hier vor allem die Arbeitswelt – bezogen sich 36 Prozent der Anfragen allein hierauf. Das macht deutlich: Es ist an der Zeit, für Arbeitgeber zu handeln.

Die Zahl fällt ins Gewicht. 36 Prozent und damit der größte Anteil an berichteten Diskriminierungen geschieht im Beruf oder bei der Jobsuche. 3580 Fälle meldeten sich 2019 bei der Antidiskriminierungsstelle, um rechtliche Auskunft zu erhalten. Vier Prozent mehr als noch im Vorjahr. Jeder dritte Fall hatte dem neuesten Bericht zufolge mit rassistischen Diskriminierungsverfahren zu tun. Dicht gefolgt von Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts und aufgrund von Behinderung.

Für die Gesellschaft bedeutet das auf Dauer: Der Zusammenhalt hierzulande steht auf der Kippe. Diskriminierenden Arbeitgebern droht ein Imageverlust. Außerdem kann es teuer werden, wenn ein vermeintlich benachteiligter Mitarbeiter oder Bewerber klagt und Recht bekommt.

Diskriminierungen als Arbeitgeber vorbeugen – Rechte und Pflichten kennen

Doch welche Rechte und Pflichten haben Arbeitgeber und -nehmer eigentlich? Häufig fehlt Betroffenen das Wissen, wie sie Diskriminierungen im Arbeitsumfeld erkennen beziehungsweise vermeiden können. Grundlage ist hier das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Aus § 12 ergibt sich eine Schulungspflicht für Arbeitgeber. So soll die Belegschaft aktiv für das Thema sensibilisiert werden.

Nehmen wir ein fiktives Beispiel aus der Praxis: Der türkisch stämmige Mitarbeiter Mustafa Özkan bewirbt sich um den Posten des Vertriebsleiters bei der Elektro-Müller GmbH. Die Geschäftsleitung befürchtet, Kunden könnten aufgrund seines Migrationshintergrundes abgeschreckt werden. Sie verwehrt ihm den Posten. Bei diesem Vorfall handelt es sich um eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung – aus § 13 AGG ergibt sich ein Beschwerderecht für Mustafa Özkan.

Mitarbeiter schulen und nachhaltig für ein gutes Betriebsklima sorgen

Damit es aber erst gar nicht so weit kommt, sollten sich Unternehmer mit Arbeitnehmerrechten und Arbeitgeberpflichten auseinandersetzen. Kommen sie ihrer Schulungspflicht nach, beugen sie Diskriminierungen vor und schaffen so nachhaltig ein gutes Betriebsklima, das bestenfalls zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Ihrer Schulungspflicht nachzukommen, ist einfacher als Sie denken:

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Informieren Sie sich über den wesentlichen Rahmen zum Schutz vor Diskriminierung in dem kostenfreien Webinar:

Diskriminierung am Arbeitsplatz – Richtiges Verhalten, Risiken & Haftung
Dienstag, 28.07.2020, 14 - 15 Uhr - online
Referent: Prof. Dr. Björn Gaul

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! 

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Teaserbild: Pixabay